Nobelpreiskomitee beendet Kooperation mit Fifa

Das Nobelpreiskomitee reagiert auf den Korruptionsskandal: Eine Partnerschaft mit dem Weltfussballverband soll auslaufen.

«Handschlag für den Frieden» ist ein Projekt der Fifa mit dem Nobelpreiskomitee: Eine Schweizerin und eine Ecuadorianerin geben sich vor dem WM-Spiel die Hand. (12. Juni 2015)

«Handschlag für den Frieden» ist ein Projekt der Fifa mit dem Nobelpreiskomitee: Eine Schweizerin und eine Ecuadorianerin geben sich vor dem WM-Spiel die Hand. (12. Juni 2015) Bild: Jeff Vinnick/AFP

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Angesichts des Korruptionsskandals bei der Fifa will das Nobelpreiskomitee in Oslo seine Zusammenarbeit mit dem Weltfussballverband beenden. Wie das Nobel-Zentrum am Montag in Oslo mitteilte, beauftragte der Verwaltungsrat des Komitees zur Vergabe des Friedensnobelpreises die Leitung des Nobelpreiszentrums damit, die Kooperation mit der Fifa zu beenden, sobald die Umstände dies zuliessen. Die Korruptionsvorwürfe gegen den Verband sprach das Gremium nicht direkt an.

Das Nobelpreiskomitee war 2012 eine Partnerschaft mit der Fifa eingegangen. Sie gründeten die Initiative «Handschlag für den Frieden», die die Kapitäne von Fussballmannschaften auffordert, sich vor und nach einem Spiel die Hand zu geben und auch das Schiedsrichterteam zu grüssen. Nach dem Ende der Kooperation mit der Fifa will das Nobelpreiskomitee nach eigener Angabe diese Initiative mit dem norwegischen Fussballverband fortsetzen.

Teilweise veröffentlichte Ermittlungen der Fifa-Untersuchungskammer haben ergeben, dass bei der Vergabe der Weltmeisterschaften an Russland im Jahr 2018 und an Katar im Jahr 2022 hohe Summen an Schmiergeldern geflossen sind. Einige frühere und amtierende Fifa-Funktionäre wurden festgenommen.

(chk/AFP)

Erstellt: 16.06.2015, 05:15 Uhr

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