Petkovic: «Wir haben uns wieder gefunden»

Der Trainer der Young Boys zeigt sich nach den beiden letzten Siegen seines Teams vor dem Schlussspurt sehr zuversichtlich.

Petkovic: «Wenn man viel leistet, dann wird man irgendwann belohnt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen.» (Keystone)

Petkovic: «Wenn man viel leistet, dann wird man irgendwann belohnt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen.» (Keystone)

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Vladimir Petkovic, in der entscheidenden Phase kommt YB wieder in Schwung. 4:1 gegen Xamax, 2:0 beim FCZ. Das muss doch auch den Trainer beruhigen?
Wir hatten einige Probleme in der Vergangenheit, beim 1:2 gegen GC und 1:4 gegen Sion. Uns fehlten Spieler wegen Verletzungen, andere wegen Sperren. Wir fielen auch in ein kleines, mentales Loch. Doch bereits gegen Sion zeigten wir kein schlechtes Spiel, trotz der Wklaren Niederlage. Und jetzt haben wir uns wieder gefunden - ich habe ein sehr gutes Gefühl für die alles entscheidenden Spiele, die nun anstehen.

Einigen Spieler droht bei der nächsten Verwarnung wieder eine Sperre, so Abwehrchef Dudar, der bereits sieben Gelbe Karten gezeigt bekam, auch Bienvenu ist gefährdet. Trichtern sie der Mannschaft nun ein, besonders besonnen aufzutreten?
Nein, das mache ich nicht. Wenn man über solche Dinge spricht, den Spielern sagt, ja keine Verwarnungen zu kassieren, tritt gerade das ein. Wir müssen mit dem Kopf spielen, das wissen die Spieler.

Ausgerechnet im Schlussspurt ist Seydou Doumbia angeschlagen - bereitet Ihnen das keine Sorgen?
Doumbia ist sehr wichtig für uns. Mit ihm hat man als Trainer immer einen Joker in der Hand. Aber die Mannschaft hat schon mehrmals bewiesen, dass sie auch ohne Doumbia gewinnen kann. Und gegen St. Gallen müssen wir gewinnen, ob Doumbia spielen kann - oder nicht.

Doumbia ist fraglich, Scott Sutter weiterhin verletzt. Rechnen Sie mit Sutter noch in dieser Saison?
Ich hoffe sehr, dass ich noch auf ihn zählen kann. Nach dem St.-Gallen-Spiel haben wir eine Woche Pause, diese Woche ist vielleicht entscheidend für Sutters Rückkehr. Wir brauchen jeden Spieler - bei uns ist jeder Kaderspieler in dieser Saison zum Einsatz gekommen.

Was wird diesen Titelkampf entscheiden? Trainer sprechen oft über Details, die den Ausschlag geben.
Wir müssen das Glück provozieren. Ich hoffe, wir können die Meisterschaft schon vor der Direktbegegnung gegen den FC Basel für uns entscheiden. Wir haben drei Punkte Vorsprung, Basel darf sich gar nichts mehr erlauben.

In einer Woche muss YB zum FC Luzern auf die holprige Gersag. Dieser Platz hat nichts mit dem Kunstrasen im Stade de Suisse zu tun. Das könnte für YB noch ein ganz heikles Spiel werden.
Daran denke ich jetzt überhaupt nicht. Wir spielen nun gegen St. Gallen und wir werden alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen.

Am Sonntag spielt Basel im St.-Jakob-Park den Cupfinal gegen Lausanne. Schauen Sie sich den Final im Stadion an?
Das weiss ich noch nicht. Es ist möglich. Aber ich habe mich noch nicht entschieden.

Basel muss mit diesem Cupfinal in der entscheidenden Phase ein Spiel mehr bestreiten. Ist das ein Vorteil für YB?
Nein, das sehe ich nicht so. Wenn Basel den Cupfinal gewinnt, hat es bereits einen Titel. Das kann die Mannschaft beflügeln und nimmt ihr auch ein bisschen vom Druck. Solche Siege, mit all den positiven Emotionen, können einer Mannschaft nochmals neue Kräfte verleihen. Cupsieg hin oder her, für uns spielt das keine Rolle.

Sie sagen seit Wochen: Sollte es zu dieser Finalissima am 16. Mai gegen Basel kommen, werden wir gewinnen. Was gibt Ihnen diese Zuversicht?
Ich spüre das. Wenn man viel leistet, dann wird man irgendwann belohnt. Und jetzt ist der Zeitpunkt für diese Belohnung gekommen.

Erstellt: 05.05.2010, 08:15 Uhr

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