Petkovics Probleme

Der Schweizer Nationaltrainer deckt einen Tag nach der Niederlage in Slowenien die Defizite seiner Mannschaft auf.

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Die Lage ist ernst: zwei Spiele, null Punkte, null Tore. Es ist der Tag nach dem 0:1 gegen Slowenien. Vladimir Petkovic hatte zwölf Stunden Zeit, um seine Gedanken zu ordnen. «Es ist ein Fehlstart, klar, aber das beunruhigt mich nicht», sagt er und gibt sich selbstbewusst. «Ich habe in meiner Karriere schon viel erlebt, ich kann mit Kritik umgehen, mein Rucksack ist gross.»

Seit gestern ist Petkovic um eine Erfahrung reicher. Er hat gesehen, wie sein Team den Gegner dominierte, Gefahr generierte und dennoch unverzeihliche Defizite in der Offensive offenbarte. «Zehn Prozent haben gefehlt, der letzte Wille vor dem Tor», sagt Petkovic und fordert mehr Biss. «Es gibt keine einfachen Gegner, keinen einfachen Pass, keine einfachen Torchancen.»

Enttäuscht hat ihn die Reaktion nach dem Penalty und dem unerwarteten Rückstand. Hektisch, unüberlegt und viel zu emotional seien die letzten zehn Minuten gewesen. Für den Schweizer Nationaltrainer ein Zeichen fehlender Klasse und Qualität. «Das ist der Unterschied zwischen grossen und sehr grossen Mannschaften.»

Es kommt Petkovic höchst gelegen, dass der nächste Gegner am Dienstag San Marino heisst. Zugeben will er das nicht, ganz im Gegenteil. «Es ist egal, wer der nächste Gegner ist. Wir gehen von Spiel zu Spiel», sagt Petkovic und appelliert an die Mannschaft. «Alle Spieler müssen die gleiche Verantwortung übernehmen. Mit vollem Rhythmus und viel Spass.»

Erstellt: 10.10.2014, 15:42 Uhr

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