Phantom-Torschütze in der Schusslinie

Leverkusen-Stürmer Stefan Kiessling in der Kritik: Hätte er die Anerkennung des Nicht-Treffers verhindern müssen?

Arg in die Kritik geraten: Leverkusens Stefan Kiessling, dessen kurioses Tor hohe Wellen schlägt.

Arg in die Kritik geraten: Leverkusens Stefan Kiessling, dessen kurioses Tor hohe Wellen schlägt. Bild: Keystone

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Bundesliga-Torschützenkönig Stefan Kiessling steht auch drei Tage nach seinem Phantomtor zum 2:0 gegen Hoffenheim (2:1) im Fokus der Öffentlichkeit. Was zu reden gibt, ist jedoch nicht sein kurioser Treffer allein, sondern vielmehr seine Reaktion. Unmittelbar nach seinem Kopfball, der deutlich im Aussennetz landete, schlug Kiessling die Hände über den Kopf - ein Zeichen einer vergebenen Chance. Darum ist nun eine Debatte um die Frage entbrannt: Hätte er die Anerkennung des Treffers verhindern müssen?

Es gab bisher in der Öffentlichkeit nicht viele kritische Stimmen, die direkt auf sein Verhalten zielten. Nun äusserte sich der frühere Bundesligatrainer Ralf Rangick am Sonntagabend gegenüber dem Fernsehsender SWR. «Alles, was direkt nach dem Kopfball passiert ist - die ganze Körpersprache, die ganze Gestik, die Mimik -, deutet darauf hin, dass er klar gesehen hat, dass der Ball vorbei gegangen ist. Ich denke, er hat eine grosse Chance vertan, wirklich auch etwas in Sachen Fairplay zu tun», sagte der Sportdirektor von RB Leipzig und RB Salzburg.

Beschimpft im Internet

Kiessling musste sich im Internet wüste Beleidigungen gefallen lassen und wehrte sich auf seiner Facebookseite: «Ich würde mir wünschen, dass einige mit ein bisschen Abstand noch einmal auf ihren Kommentar schauen, ob diese Art der Beschimpfung und Pöbelei hier angebracht ist.»

Selbst wenn er genau gesehen haben sollte, dass sein Kopfball neben dem Tor landete, ist ihm die Rückendeckung seiner Teamkollegen sicher. Stefan Reinartz äusserte sich grundsätzlich zum Thema: «Man kann von einem Profi nicht verlangen, dass er ein Tor zurücknimmt. Das Problem ist, wo man anfängt. Dann müsste ich bei jedem Einwurf, der vielleicht nicht richtig war, zum Schiedsrichter gehen und sagen, dass das eine Fehlentscheidung war.» (kai)

Erstellt: 21.10.2013, 17:55 Uhr

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