Phase 1 ist für das Nationalteam abgeschlossen

Die Schweizerinnen gewinnen mit dem 6:0 gegen ­Rumänien auch das vierte EM-Qualifikationsspiel.

Ramona Bachmann trifft herrlich zur Schweizer Führung. (Video: RTS)

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Manchmal sind sie mehr gefordert, die Genies. Besonders dann, wenn destruktive Gegnerinnen wie Rumänien warten, die mit jeder Spielminute ohne Gegentor mehr und mehr beginnen, an die Überraschung zu glauben. Es sind die Momente, in denen es eine Ramona Bachmann braucht. Eine begnadete Offensivspielerin, die schon als Teenager davon sprach, einmal Weltfussballerin werden zu wollen.

Bachmann wartet nicht allzu lange, um ein einseitiges, aber zu Beginn auch etwas zerfahrenes Spiel in entsprechende Bahnen zu lenken. Und sie macht es, wie es nur die Wenigsten können. Mit dem Rücken zum Tor nimmt sie in der 26. Minute den Ball an, dribbelt sich auf engstem Raum an der ersten, dann an der zweiten Gegnerin vorbei. Fast 25 Meter bis zum Tor sind es noch, der Ball ist auf dem linken Fuss – der Schuss landet via Lattenunterkante im Tor (Video oben). «Ein Krampf» sei es bis dahin gewesen, findet Captain Lia Wälti. Und Trainer Nils Nielsen schwärmt: «Wenn Ramona sich gut fühlt, ist sie eine fantastische Spielerin.»

Nach diesem Geniestreich laufen die Schweizerinnen auch im vierten Qualifikationsspiel zur EM 2021 in England nie Gefahr, die Partie nicht zu gewinnen. Zu dominant treten sie auf, zu ideenlos sind die Gäste an diesem kalten Abend in Schaffhausen. Für mehr Sicherheit sorgt erneut Bachmann, der Sekunden vor dem Pausenpfiff mit dem 2:0 bereits die Entscheidung gelingt.

Ramona Bachmann erhöht vor der Pause auf 2:0 für die Schweiz. (Video: RTS)

Deshalb bleibt Rumäniens sonst ziemlich impulsiver Trainer Mirel Albon ruhig, als Innenverteidigerin Maria Ficzay in der 64. Minute wegen eines Hands auf der Torlinie mit Rot vom Platz muss. Den Penalty verwertet Rekordtorschützin Ana Maria Crnogorcevic souverän. Und noch bevor die 17-jährige Svenja Fölmli den Schlusspunkt zum 6:0 setzt, sorgt Bachmann mit einem Schlenzer in die obere Ecke (74.) für das Highlight der zweiten Halbzeit.

Ramona Bachmanns zweites Traumtor zum 4:0. (Video: RTS)

Als «Phase eins» bezeichnete der Schweizer Trainerstaff die ersten vier Partien, in denen tief stehende und spielerisch unterlegene Gegnerinnen erwartet wurden. Diese schlossen die Schweizerinnen souverän ab, kassierten wie gegen Kroatien und Litauen kein Gegentor. Als nächstes wartet Mitte April Belgien, der grosse Konkurrent um den Gruppensieg und somit die direkte EM-Qualifikation. Damit beginnt Phase zwei. Für Nielsen kommt sie zum perfekten Zeitpunkt: «Wir fühlen uns viel mehr bereit dafür als vor sechs Monaten. Wenn wir bis dahin keine Verletzte haben, dann sieht es gut aus für uns.»

Schweiz - Rumänien 6:0 (2:0)
LIPO Park. - 3741 Zuschauer. - SR Shukrula (Hol).
Tore: 26. Bachmann 1:0. 45. Bachmann 2:0. 64. Crnogorcevic (Handspenalty) 3:0. 74. Bachmann 4:0. 81. Humm 5:0. 88. Fölmli 6:0.
Schweiz: Thalmann; Maritz, Bühler, Calligaris, Aigbogun; Gut (69. Bernauer), Wälti; Reuteler (78. Fölmli), Bachmann, Lehmann (61. Humm); Crnogorcevic.
Rumänien: Ceasar; Meluta, Ficzay, Oprea, Goder (19. Sandu); Olar, Vätafu, Bortan, Ciolacu (87. Bistrian), Voicu; Rus (78. Vladulescu).
Verwarnungen: 32. Bortan, 59. Rus (Foul). - Platzverweis: 64. Ficzay (Hands auf der Linie).


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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Erstellt: 12.11.2019, 21:01 Uhr

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