Pleite für Fink – Traumtor für Schwegler

Der frühere FCB-Trainer Thorsten Fink verliert mit dem Hamburger SV auch die zweite Partie der neuen Bundesliga-Saison. Seine letzte Hoffnung ist wohl Rafael van der Vaart, der gegen Bremen auf der Tribüne sass.

Prominente tribünengäste in Bremen: HSV-Rückkehrer Rafael van der Vaart und seine Frau Sylvie.

Prominente tribünengäste in Bremen: HSV-Rückkehrer Rafael van der Vaart und seine Frau Sylvie. Bild: Keystone

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Der Hamburger SV steckt schon Anfang September in einer Herbstdepression. Dem 2:4 beim Drittligisten Karlsruher SC im DFB-Pokal und dem 0:1 in Nürnberg zum Meisterschaftsstart folgte ein 0:2 im Nord-Derby bei Werder Bremen. Den vom früheren Basler Meistermacher Thorsten Fink gecoachten Hamburgern nützte auch die Anwesenheit des grossen Hoffnungsträgers Rafael van der Vaart nichts. Der für 13 Millionen Euro von Tottenham verpflichtete Holländer musste gemeinsam mit seiner Frau Sylvie von der Tribüne aus mitansehen, wie Aaron Hunt (51./Penalty) und Nils Petersen (67.) den verdienten Bremer Sieg herausschossen. Drei Minuten vor der Pause war Hunt mit seinem ersten Elfmeter noch gescheitert.

Schwegler trifft – Frankfurt besteigt den Leaderthron

Als Tabellenführer grüsst nach der ersten Tranche des zweiten Spieltags überraschend Eintracht Frankfurt. Der Aufsteiger triumphierte bei 1899 Hoffenheim gleich mit 4:0. Unter den Torschützen war auch der Schweizer Pirmin Schwegler, der kurz vor der Pause mit einem Schuss aus 25 Metern wunderbar zum 2:0 traf. Eren Derdiyok spielte auf Seiten der Gastgeber durch, konnte aber keine Akzente setzen. Hoffenheim, nach den Platzverweisen gegen Sejad Salihovic (70.) und Stephan Schröck (73.) in der Schlussphase nur noch zu neunt, ist noch hinter dem HSV und dem FC Augsburg, der heute bei Schalke 04 1:3 unterlag, Letzter. Die Mannschaft hatte bereits im DFB-Pokal beim 0:4 gegen den viertklassigen Berliner AK ein jämmerliches Bild abgegeben. Es darf gewettet werden, wer zuerst seinen Hut nehmen muss: Fink in Hamburg oder Markus Babbel in Hoffenheim.

Nürnberg ärgert Meister Dortmund

Der 1. FC Nürnberg mit dem Schweizer Verteidiger Timm Klose trotzte Borussia Dortmund einen Punkt ab. Jakub Blasczcykowski konnte Tomas Pekharts Führungstreffer nur noch ausgleichen. Trotzdem feierte der BVB ein kleines Jubiläum. Der Doublegewinner ist in der Bundesliga nun seit 30 Partien unbesiegt. Ab Abend trennten sich Fortuna Düsseldorf und Lucien Favres Gladbacher 0:0. Granit Xhaka kam bei den Borussen über 90 Minuten zum Einsatz. Der FC Bayern, das neue Team von Xherdan Shaqiri, steht erst am Sonntag gegen den VfB Stuttgart im Einsatz.

Die Spiele vom Samstag in der Übersicht

Schalke - Augsburg 3:1 (1:0)
60'582 Zuschauer. - Tore: 33. Papadopoulos 1:0. 46. Jones 2:0. 72. Huntelaar 3:0. 79. Oehrl 3:1. - Bemerkung: Schalke mit Barnetta (ab 70.).

Leverkusen - Freiburg 2:0 (1:0)
23'635 Zuschauer. - Tore: 8. Castro 1:0. 55. Wollscheid 2:0. - Bemerkung: Freiburg ohne Ferati (nicht im Aufgebot).

Bremen - Hamburg 2:0 (0:0)
42'100 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 51. Hunt 1:0. 67. Petersen 2:0. - Bemerkung: Werder ohne Affolter (nicht im Aufgebot).

Nürnberg - Dortmund 1:1 (1:1)
50'000 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 31. Pekhart 1:0. 40. Blaszczykowski 1:1. - Bemerkung: Nürnberg mit Klose.

Hoffenheim - Frankfurt 0:4 (0:2)
29'650 Zuschauer. - Tore: 39. Meier 0:1. 43. Schwegler 0:2. 83. Meier 0:3. 90. Lanig 0:4. - Bemerkungen: Hoffenheim mit Derdiyok, Frankfurt mit Schwegler. 70. Gelb-Rot gegen Salihovic (Hoffenheim) wegen einer Unsportlichkeit. 73. Gelb-Rot gegen Schröck (Hoffenheim) wegen wiederholten Foulspiels.

Düsseldorf - Mönchengladbach 0:0
30'000 Zuschauer. - Bemerkung: Mönchengladbach mit Xhaka.

Erstellt: 01.09.2012, 17:44 Uhr

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