Präsidialer Jubel für das neue Zürcher Fussballstadion

Einst Feinde, bald Freunde? Der Kicker-Tempel beim Hardturm soll Heimat für GC und FCZ zugleich sein. Geht das? Und wie kommt der geplante Bau an? Ancillo Canepa und André Dosé im Video-Interview.

«Das Stadion ist für uns genug gross»: André Dosé über die neue Arena, die rund 19'500 Plätze fassen wird. (Video: Sebastian Rieder)

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André Dosé grinst über beide Ohren. Der Präsident des Grasshopper-Clubs Zürich zeigt sich mit dem Modell der neuen Arena mehr als zufrieden. «Das neue Stadion gefällt mir sehr, sehr gut. Es ist genau das Projekt, das wir intern bei GC immer favorisiert haben. Es steckt sehr viel GC drin.» Dosé ist aber nicht nur mit der äusserlichen Erscheinung («das Tor zu Zürich») hoch zufrieden, sondern auch über den Nutzwert voll des Lobes. «Enorm wichtig und zentral ist das Innenleben. Die Tribüne muss steil sein, die Zuschauer müssen nahe am Feld sein, wir müssen modernste Installationen für unsere Gönner und Sponsoren haben, was die Logen und das Catering betrifft.»

Trotz der noblen und modernen Heimat kommen die leidenschaftlichen Fans aus Sicht von André Dosé nicht zu kurz, ohne dabei das Thema Sicherheit zu vernachlässigen. «Das Bedürfnis vom Fan ist natürlich ganz wichtig, aber der Fussball geht durch alle Schichten. Bedingung ist, dass alle sicher durch dieses Stadion rein- und rauskönnen. Ich glaube, in diesem Stadion hat es Platz für alle.» Der GC-Präsident wünscht sich für die Zukunft nichts sehnlicher, als dass wieder mehr Familien zu den Spielen kommen. «Ich denke, die baulichen Massnahmen garantieren eine bessere Sicherheit als im Letzigrund.»

Den Letzigrund in fünf Jahren verlassen müssen dann die Anhänger des FC Zürich. «Ich denke, das wird kein Problem sein», sagt Ancillo Canepa. Für den FCZ-Präsidenten steht nicht der Standort im Vordergrund, sondern die Arena als neuer Tempel für Fussballfeste. «Wichtig ist, dass wir jetzt ein vernünftiges Stadion bekommen. Und das ist mit diesem Projekt der Fall. Vor allem bei den Stehplätzen haben wir uns für die Fans sehr engagiert.» Und für so ein Stadion, ist Canepa überzeugt, wird früher oder später jeder FCZ-Fan den Gang über die Geleise gerne machen, auch wenn es am Anfang nicht ganz einfach wird. «Da muss man sich vielleicht ein paarmal auf die Zunge beissen.»

Erstellt: 24.10.2012, 15:33 Uhr

«Wir haben uns stark für die Fans engagiert»: FCZ-Präsident Ancillo Canepa. (Video: Sebastian Rieder)

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