Remis zwischen den WM-Favoriten

Deutschland schaffte es in letzter Sekunde, eine Niederlage gegen Frankreich abzuwenden. Der Vergleich von England und Brasilien war nicht halb so unterhaltsam.

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Frankreichs Nationalmannschaft hat auf eindrückliche auf ihre Stärke hingewiesen. Der Mannschaft von Trainer Didier Deschamps fehlten nur wenige Sekunden für einen Sieg im Länderspiel in Köln gegen Deutschland. Lars Stindl glich nach 93 Minuten zum 2:2 aus.

Im letztjährigen EM-Halbfinal brachte die Franzosen als bislang letzte Mannschaft den Deutschen eine Niederlage (0:2) bei. Danach liess sich das Team von Joachim Löw während 19 Partien nicht bezwingen. Jetzt hätte Frankreich die Serie der Deutschen auch beenden müssen. Aber eine vom eingewechselten Gladbacher Stürmer Stindl genutzte Unachtsamkeit in der Abwehr wenige Sekunden vor Schluss verhinderte dies.

In den letzten 25 Minuten standen beide Teams nahe am möglichen Erfolg. Die wichtigsten Szene spielten sich innerhalb weniger Sekunden um die 70. Minute herum ab. Toni Kroos traf mit einem wunderbaren Freistoss das Lattenkreuz. Fast im Gegenzug entwischte Arsenal-Stürmer Alexandre Lacazette der deutschen Abwehr und erzielte mühelos sein zweites Tor des Abends zum 2:1.

Joachim Löw zufrieden: Siegesserie der Deutschen hält an. Video: Tamedia/AFP

Für das Freundschaftsspiel von hohem Prestige liess der deutsche Bundestrainer vermehrt Spieler auflaufen, die an der WM in Russland tragende Rollen übernehmen sollen. Im Unterschied zum dem von den Deutschen gewonnenen Confederations Cup im Sommer und im Unterschied auch zu den zahlreichen Spielen der WM-Qualifikation standen potentielle Leistungsträger wie Mats Hummels, Toni Kroos und Mesut Özil in der Anfangsformation. Didier Deschamps liess sich mit seiner Startformation auch nicht lumpen. Das Offensivpotential der Franzosen wird deutlich, wenn man bedenkt, dass Antoine Griezmann 75 Minuten lang auf der Bank sass und Olivier Giroud fehlte.

Magerkost im Wembley

Der zweite Vergleich des Abend, jener zwischen England und Brasilien im Wembley, war nicht halb so unterhaltsam wie der Match in Köln. In der ersten Halbzeit spielte sich keine nennenswerte Torszene ab. Auch danach mussten die Fans lange warten. Nach 76 Minuten schliesslich traf Fernandinho nach einem Alleingang für Brasilien den Pfosten. Nach zwei weiteren Möglichkeiten der Südamerikaner vergaben die Engländer in der 89. Minute ihre einzige gute Chance. Der eingewechselte Dominik Solanke sah seinen Schuss von Goalie Alisson abgewehrt.

Nationalcoach Jorge Sampaoli liess sechs Spieler auswechseln, weshalb Argentiniens 2:4-Niederlage gegen Nigeria im russischen Krasnodar nicht zu hoch bewertet werden sollte. Gleichwohl zeigte sich an den vier Gegentoren, dass Argentinien nach den argen Schwierigkeiten in der WM-Qualifikation noch nicht über den Berg ist. Die Nigerianer, die als Gruppensieger in den sechs Partien der Afrika-Zone zwölf Tore erzielt hatten, stiessen in ihren Aktionen, die zu den vier Toren führten, auf bedenklich wenig Gegenwehr. Mittelfeldspieler Alex Iwobi von Arsenal zeichnete sich in der zweiten Halbzeit mit Leichtigkeit als Doppeltorschütze aus.

Sechs Tore in St. Petersburg

Das 3:3 zwischen Russland und Spanien in St. Petersburg kam nach einem Spiel zustande, in dem beide Trainer ausgiebig experimentierten. Spaniens Coach Julen Lopetegui hatte schon kurz nach der Halbzeit sechs Wechsel vorgenommen. Verteidiger Jordi Alba brachte die Spanier früh voran. Später war Sergio Ramos mit zwei Penaltys erfolgreich. Für Russland traf Stürmer Fjodor Smolow zweimal.

Der ehemalige FCB-Spieler Franco Foda hatte als Nationalcoach Österreichs und Nachfolger von Marcel Koller einen ausgezeichneten Einstand. In Wien schaute ein 2:1-Sieg gegen den stark einzuschätzenden WM-Teilnehmer Uruguay heraus. Die frühe Führung durch den Leipziger Spieler Marcel Sabitzer hielt zunächst nur fünf Minuten. PSG-Stürmer Edinson Cavani glich für die Südamerikaner aus. Österreichs Sieg stellte Louis Schaub von Rapid Wien in der 87. Minute sicher.

Resultate: Test-Länderspiele In Ulsan: Südkorea - Serbien 1:1 (0:0). In Chongqing: China - Kolumbien 0:4 (0:1). In Krasnodar/RUS: Argentinien - Nigeria 2:4 (2:1). In Doha: Katar - Island 1:1 (0:1). In Trnava: Slowakei - Norwegen 1:0 (0:0). In St. Petersburg: Russland - Spanien 3:3 (1:2). In Bukarest: Rumänien - Niederlande 0:3 (0:0). In Budapest: Ungarn - Costa Rica 1:0 (1:0). In Brügge: Belgien - Japan 1:0 (0:0). In Cardiff: Wales - Panama 1:1 (0:0). In Köln: Deutschland - Frankreich 2:2 (0:1). In Wien: Österreich - Uruguay 2:1 (1:1). In London/Wembley: England - Brasilien 0:0. In Leiria: Portugal - USA 1:1 (1:1). (sep/SDA)

Erstellt: 14.11.2017, 23:36 Uhr

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