Reus und die schonungslose Selbstanalyse

Mit dem knappen 1:2 bei Juventus Turin hat sich Dortmund eine gute Ausgangslage für das Rückspiel geschaffen. Aber es wäre noch sehr viel mehr möglich gewesen.

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Wenn Italiens souveräner Leader, der die Tabelle in der Serie A mit neun Punkten Vorsprung vor der AS Roma anführt, in der Champions League gegen das in der Bundesliga abstiegsbedrohte Dortmund spielt, sollte das eigentlich eine klare Sache sein. War es aber bei weitem nicht. Für das Team von Jürgen Klopp wäre sogar noch sehr viel mehr möglich gewesen.

Mit seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2019 hat sich der 25-jährige deutsche Internationale Marco Reus in Dortmund unsterblich gemacht und ein Denkmal gesetzt, weil er mit seinem Bekenntnis zum BVB europäischen Topclubs wie Bayern München oder Real Madrid eine Absage erteilt hat. Reus, dessen Gehalt mehr als verdoppelt wurde, ist mit über zehn Millionen Euro mittlerweile nicht nur der Star auf dem Platz, sondern auch der Gehaltsprimus im Verein.

«Wir haben uns dumm angestellt»

Nach dem Hinspiel in den Achtelfinals der Champions League in Turin gegen Juventus stand Reus auch wie ein Champion hin und stellte sich den Fragen der Journalisten. Auch wenn er selbst das so wichtige Auswärtstor erzielte, übte der Torjäger schonungslose kollektive Kritik, sprach von einem guten Anfang und von einer ungenügenden zweiten Halbzeit.

«In der zweiten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel mehr gemacht, waren nicht mehr so aggressiv, haben uns kaum noch Möglichkeiten herausgespielt und uns nicht mehr so oft freigelaufen.» Trotzdem sei jetzt im Rückspiel noch alles möglich. Da werden wir auch anders auftreten. «Als Juventus das Tempo nicht mehr hochhalten konnte und drosselte, liessen wir uns einlullen und haben nicht mehr unser Tempo gespielt.» Die Gegentore seien im Übrigen nicht einzig aufgrund von Fehlern in der Hintermannschaft entstanden. «Das fing schon vorne an.» Man habe das kollektive Abwehrverhalten noch trainiert. «Wir haben uns dumm angestellt.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.02.2015, 10:52 Uhr

Marco Reus im Interview.
Quelle: Uefa

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