Ronaldo – der zweitschlechteste Freistossschütze Italiens

18-mal lief der Portugiese für Juventus an, nie traf er. Dabei hätte der italienische Serienmeister einen Spezialisten in seinen Reihen.

In der Mauer stehen bei einem Ronaldo-Freistoss: kann schmerzhaft enden. (Video: Twitter)
Video: Alessandro Di Marco/Keystone

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In der 95. Minute probiert er es wieder, legt sich den Ball zurecht, wie er es immer tut, läuft an und es folgt, was die Fans von Juventus Turin seit bald eineinhalb Jahren kennen: ein Schuss direkt in die Mauer, aus 20 Metern. Diesmal gegen Hellas Verona, abgegeben von Cristiano Ronaldo.

Der Portugiese trifft immer und überall. Mit rechts oder mit links, mit dem Kopf oder per Abstauber, vom Penaltypunkt oder aus der Distanz. Nur in einer Disziplin, da hapert es beim fünffachen Weltfussballer: bei den Freistössen. 18-mal hat er es probiert, seit er im letzten Sommer in Turin ankam, 18-mal landete der Ball überall, aber nicht im Tor des Gegners. Mehr Versuche ohne Tor schaffte seit Datenerhebung in der Serie A nur ein Spieler. Camillo Ciano von Frosinone lief in der vergangenen Saison 21-mal an und traf nie.

Nimmt man bei Ronaldo die Champions League hinzu, sieht es noch düsterer aus. So kommt der 34-Jährige auf insgesamt 24 Freistösse, von denen nur sieben von den gegnerischen Goalies gehalten werden mussten. Zwei flogen daneben oder drüber, die restlichen 15 schafften es nur bis in die Mauer des Gegners. Seinen letzten Freistoss verwandelte Ronaldo im Final der Club-WM gegen Grêmio aus Brasilien. Das war am 16. Dezember 2017, er spielte da noch bei Real Madrid.

In der Nationalmannschaft klappts

Auf Clubebene ist Ronaldo also seit bald zwei Jahren nicht mehr erfolgreich, verschiesst er noch drei weitere Freistösse, ist er gemäss Statistik der schlechteste Freistossschütze der Serie A. Immerhin schoss er während dieser Durststrecke auch im Nationalteam einige Tore, davon zwei per Freistoss. Einmal beim spektakulären 3:3 an der WM 2018 gegen Spanien, einmal in der Nations League gegen die Schweiz, als ihm Yann Sommer die Goalie-Ecke mit einem Schritt in die falsche Richtung öffnete.

Ronaldo trifft mittels direktem Freistoss gegen die Schweiz. (Video: SRF)

Bei Juventus aber, da will es einfach nicht sein. Dennoch darf Ronaldo immer und immer wieder antreten. Obwohl es unter seinen Teamkollegen den einen oder anderen gibt, der mit einem feinen Fuss ausgestattet ist. Miralem Pjanic zum Beispiel. Insgesamt kommt der Standard-Spezialist in seinen nun etwas mehr als drei Saisons im Piemont auf 20 Tore, sieben davon fielen nach einem direkten Freistoss. Seit Ronaldo bei Juventus ist, durfte der Bosnier noch sechsmal antreten, er schoss dabei ein Tor mehr als der Portugiese. (mro)

Erstellt: 26.09.2019, 10:12 Uhr

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