Schalke spannt Fink auf die Folterbank

Nachdem Thorsten Fink ungeschlagen in die Winterpause gegangen war, findet sein HSV im neuen Jahr den Tritt nicht mehr. Die Hamburger gehen in Schalke mit 1:3 unter.

Verzweifelt: Thorsten Fink findet gegen Schalke kein Rezept.

Verzweifelt: Thorsten Fink findet gegen Schalke kein Rezept.

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Seit der Winterpause tut sich der HSV schwer. Er verlor die Hälfte der Spiele und ist nach dem 1:3 gegen Schalke wieder mitten drin in der gefährlichen Zone. Nicht einmal die Auswärtsstärke konnte den Absturz stoppen. Erstmals unter Fink verlor der HSV in der Fremde. Nun ist er wieder nur noch vier Punkte von einem Relegationsplatz entfernt.

In der Schalker Arena spielte der HSV zumindest eine Halbzeit lang ganz gut. Er war zu Beginn besser - lag aber nach 33 Minuten doch 0:3 zurück. Die Hamburger verwerteten ihre Chancen nicht, dafür zeigten Teemu Pukki, Christoph Metzelder und Klaas-Jan Huntelaar auf der anderen Seite grosse Effizienz.

Weil der HSV vor der Pause gut war und kurz vor dem Ende der ersten 45 Minuten durch Gojko Kacar zum Anschlusstor kam, war Hoffnung berechtigt. Doch in der zweiten Hälfte enttäuschte der HSV. Er kam ohne Konzept auf den Rasen zurück, er war weit davon entfernt, die Partie noch zu drehen.

Im Herbst hatten die Experten Fink rasch in hohen Tönen gelobt. Er habe in wenigen Wochen dem Spiel des HSV eine Handschrift gegeben. Nach acht Spielen der Rückrunde scheint der Trend wieder abwärts zu zeigen. Nur acht Punkte gab es seit dem Jahreswechsel und schon viermal - gegen Dortmund, Werder, Stuttgart und Schalke - kassierten die Hanseaten drei Treffer oder mehr.

Die Hamburger Baisse kam dafür für die Schalker zur rechten Zeit. Sie kamen drei Tage nach dem 0:1 in der Europa League bei Twente Enschede ohne gut zu sein zu drei Punkten und setzen nun Lucien Favre und Mönchengladbach unter Druck. Nur noch einen Zähler beträgt das Handicap von Schalke auf den 3. Platz, der direkt in die Champions League führt.

Nicht um die Plätze in der Champions League, dafür aber immerhin um die Teilnahme in der Europa League ging es im Nord-Derby zwischen Werder Bremen und Hannover. Die Bremer (6.) hielten den Tabellennachbarn dank des 3:0 auf Distanz. Der Schweizer François Affolter stand erstmals seit seinem Wechsel von YB nach Bremen Ende Januar nicht in der Startformation.

Der Bieler Innenverteidiger musste sich wegen einer Grippe abmelden. Für ihn spielte der Österreicher Sebastian Prödl - und nutzte die Spielgelegenheit zum zweiten Saisontor. Prödl erzielte kurz nach der Pause den entscheidenden zweiten Bremer Treffer. Bremen gewann nach drei erfolglosen Heimspielen erstmals in der Rückrunde vor eigenem Publikum.

Erstellt: 11.03.2012, 20:19 Uhr

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