«Sepp Blatter ist nicht unter den Verhafteten»

Was passierte heute Nacht im Zürcher Hotel Baur au Lac? Fifa-Kommunikationschef Walter de Gregorio nimmt Stellung.

Fifa-Kommunikationschef Walter de Gregorio (l.) und Präsident Sepp Blatter.

Fifa-Kommunikationschef Walter de Gregorio (l.) und Präsident Sepp Blatter. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Offenbar wurden mehrere Fifa-Mitglieder verhaftet», sagte Walter de Gregorio am frühen Morgen auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Darunter sollen sich nach seinen Informationen zwei Mitglieder aus dem Exekutivkomitee befinden. «Was wir aber ganz sicher wissen: Fifa-Präsident Sepp Blatter ist nicht unter den Verhafteten.» Er selbst habe schon mehrere Telefonanrufe erhalten.

«Bei uns geht es natürlich drunter und drüber, wir wurden von der Nachricht der Verhaftungen völlig überrascht. Unsere Abklärungen laufen auf Hochtouren. Wir werden später ein Communiqué verfassen und veröffentlichen.» Das war um 07:00 Uhr. Inzwischen ist klar, dass die Fifa an einer Medienkonferenz um 11 Uhr zur Sache Stellung nimmt.

Klar ist inzwischen auch: Sechs Fussballfunktionäre wurden festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt. Sie stehen im Verdacht, Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben.

Gemäss einer Mitteilung des Bundesamtes für Justiz (BJ) hatten die USA um die Verhaftungen ersucht. Das BJ liess deshalb die Verdächtigten festnehmen. Gegen die Fussballfunktionäre wird in New York wegen Annahme von Bestechungsgeldern und verdeckten Provisionen ermittelt. Angenommen haben sollen sie diese von den Neunzigerjahren bis heute.

Vertreter von Sportmedien und Sportvermarktungsunternehmen sollen gemäss BJ in Zahlungen an hochrangige Fussballfunktionäre - Delegierte des Weltfussballverbandes Fifa und andere Funktionäre von FIFA-Unterorganisationen - in Höhe von über 100 Millionen Dollar verwickelt gewesen sein.

* mit Material der SDA

Erstellt: 27.05.2015, 07:29 Uhr

Artikel zum Thema

Sponsoren üben Druck auf Fifa aus

Zwei Topsponsoren des Fussballverbandes, Visa und Hyundai, wollen nach der gestrigen Verhaftung von Fifa-Funktionären ihr Sponsoring neu überprüfen. Mehr...

«Auch ich würde Blatter wählen»

Interview Als Herausforderer ist Jérôme Champagne gescheitert. Nun sagt das frühere Fifa-Direktionsmitglied, warum es bei der Präsidentenwahl am Freitag keine Alternative zu Machthaber Sepp Blatter gibt. Mehr...

So verteilt die Fifa ihre Schätze

Infografik Die Fifa hat unter Sepp Blatter 1,9 Milliarden Dollar an 209 Landesverbände ausbezahlt. Die Fördertöpfe sind zum wichtigen Machtwerkzeug geworden. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Sweet Home Kindermenüs für Erwachsene

Wettermacher So wird der Winter

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Herbstlich gefärbte Weinberge: Winzer arbeiten in Weinstadt, im deutschen Baden-Württemberg. (17. Oktober 2019)
(Bild: Christoph Schmidt/DPA) Mehr...