So kann nur Klopp ausflippen

Origi köpfelt Liverpool tief in der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg gegen Stadtrivale Everton. Dann gibt es für Coach Jürgen Klopp kein Halten mehr.

Lässt seinen Emotionen freien Lauf: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp bejubelt den kuriosen 1:0-Siegtreffer in der 96. Minute frenetisch.

Lässt seinen Emotionen freien Lauf: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp bejubelt den kuriosen 1:0-Siegtreffer in der 96. Minute frenetisch. Bild: Jon Super/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Derby zwischen Liverpool und Everton in der Premier League verläuft etwas harzig. Beide Teams kommen in der regulären Spielzeit zu je drei Abschlüssen auf das gegnerische Tor. Vier Minuten Nachspielzeit werden angezeigt, in denen die Zuschauer vorerst vergeblich auf ein Schlussfeuerwerk warten. In der 96. Minute stürmen die Reds ein letztes Mal an. Am Sechzehner trifft Virgil van Dijk den Ball lediglich mit dem Schienbein. Der Liverpool-Verteidiger dreht ab, da er nicht damit rechnet, was danach passiert.

Die Flugbahn des Balles wird länger und länger, Evertons Goalie Jordan Pickford unterschätzt sie. Der englische Nationaltorhüter springt hoch und hält den Ball mit der Hand über der Latte im Spiel. Der Ball prallt auf die Querumrandung und von dort direkt zu Divock Origi, der problemlos zum 1:0 einnicken kann. Hätte Pickford nicht reagiert, wäre der Ball ins Aus geflogen und der Stürmer gar nicht zum Siegtreffer gekommen.

Aktion hat möglicherweise ein Nachspiel

Nach dem Last-Minute-Tor flippt Jürgen Klopp komplett aus. Der 51-jährige Deutsche stürmt auf den Platz, macht Luftsprünge und rennt zu Keeper Allison Becker. Die beiden bejubeln den Treffer auf ihre Art. Klopps Jubel-Szene macht im Netz die Runde und erfreut längst nicht nur Liverpool-Anhänger. Dank dem 1:0-Erfolg bleiben die Reds dem Tabellenersten Manchester City mit zwei Punkten Rückstand auf den Fersen. Mit einem Remis wäre der Abstand auf den Titelverteidiger auf vier Punkte angewachsen. Klopps emotionaler Ausbruch beweist genug, wie wichtig dieser Sieg für seine Mannschaft war.

Der ehemalige BVB-Coach erntete für seine Jubel-Aktion allerdings auch Kritik. «Es ist absolut schockierend, was Klopp getan hat», sagte beispielsweise Englands Ex-Nationalspieler Danny Mills. «In die Mitte des Feldes zu rennen, das ist respektlos gegenüber Everton. Wenn es ein anderer Trainer gewesen wäre, wäre er geschlachtet worden», gab der 41-Jährige, der von 2005 bis 2009 bei Manchester City verteidigte, zu bedenken. Klopp ist sich bewusst, dass der englische Fussballverband (FA) ihn für seinen Platzsturm zur Rechenschaft ziehen könnte.

(ddu)

Erstellt: 03.12.2018, 08:32 Uhr

Artikel zum Thema

Arsenal überrollt Tottenham

Das Team von Captain Xhaka gewinnt das Londoner Derby 4:2. Liverpool profitiert von einem Lapsus Pickfords in der 95. Minute. Mehr...

Liverpool und Shaqiri in Not

Video Die Reds verlieren auswärts gegen PSG und müssen nun in einem entscheidenden Endspiel um den Achtelfinal zittern. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Studieren, ohne hinzugehen

Mit der «Virtuellen Klasse» geht die FFHS neue Wege in der E-Didaktik.

Blogs

Wettermacher Warum unser Schnee trotz Wärme bleibt

Geldblog Wie der Depotcheck als Lockvogel dient

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Die Welt in Bildern

Schöner Lärm: Ein Flugzeug fliegt in der Nähe von Pfaffhausen vor dem Supermond durch. (20. Februar 2019)
(Bild: Leserbild: Peter Schwager aus Fällanden) Mehr...