Hintergrund

So machte Ponte seine Spieler auf YB heiss

YB blamiert sich im Titelrennen beim Serien-Verlierer Sion, und Leader Basel lacht sich ins Fäustchen. Die Reaktionen.

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Sieben Niederlagen in der Meisterschaft, eine im Cup. Und weil auch Schlusslicht Lausanne in der letzten Runde zum Siegen (3:0 gegen St. Gallen) zurückgekehrt war, geriet Sion plötzlich wieder mitten in den Abstiegskampf. Doch mit dem Rücken zur Wand schaffte das Team von Raimondo Ponte am Mittwoch gegen YB den Befreiungsschlag und weist nun wieder sieben Punkte Vorsprung auf die Waadtländer auf.

«Meine Spieler dachten wohl, es gehe gegen Sion einfacher. Sie haben sich offenbar zu oft die Tabelle angeschaut», sagte YB-Trainer Uli Forte gegenüber SRF nach dem herben Rückschlag im Titelrennen. Die Berner hätten mit einem Sieg, den sie eigentlich budgetiert hatten, punktemässig wieder zu Leader Basel aufschliessen können. In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» hatte Sions Präsident Christian Constantin unmissverständlich gesagt, dass der neue Trainer Raimondo Ponte eine Lösung finden müsse, um schnell zum Erfolg zurückzukehren. Denn auch Ponte hatte nach der Entlassung von Laurent Roussey seine beiden ersten Spiele gegen Basel und Thun verloren.

«Lasst YB keine Zeit zum Atmen»

«In Sion ist ein Trainer immer unter Druck, das ist nichts Neues und auch für mich keine Überraschung», sagt Ponte gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet und erklärt, wie er die Lösung für das Spiel gegen die Young Boys auch tatsächlich gefunden hat. «Ich habe den Spielern gesagt, dass sie sich furchtlos in die Zweikämpfe stürzen müssten. Sie sollten jeden ballführenden Gegenspieler sofort attackieren und die Zweikämpfe kompromisslos annehmen. YB dürfe keine Luft zum Atmen haben. Gewonnene Zweikämpfe seien immer wieder ein Erfolgserlebnis und würden auch vom Publikum postwendend mit Applaus und Anfeuerungsrufen honoriert», meinte Ponte. So könne auch der Funke von den Spielern auf die Fans überspringen.

«Sion hat uns gezeigt, was Leidenschaft ist »

Ponte appellierte auch an den Teamgeist seiner Spieler. «Ich habe ihnen gesagt, dass die Qualität absolut vorhanden sei. Ich habe ihnen aber auch gesagt, dass sie nur gemeinsam, im Kollektiv etwas erreichen könnten und die Mannschaft solidarisch auftreten müsse.» Präsident Christian Constantin sei diesmal nicht auf der Spielerbank gesessen. «Er hat nur vor dem Spiel noch einmal ein paar Worte an die Mannschaft gerichtet und ihr dann nach dem Spiel zur tollen Leistung gratuliert.» YB-Sportchef Fredy Bickel anerkennt die grosse Leistung der Walliser. «Sion hat uns aufgezeigt, was man mit einem unbändigen Willen, mit Leidenschaft und mit Herz alles erreichen kann», sagt der Zürcher gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Erstellt: 27.02.2014, 14:47 Uhr

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