Spiel gedreht, Angstgegner besiegt

Der FC Zürich besteht die Nervenprobe gegen den Wil aus der Challenge League und gewinnt 2:1.

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Sie sangen und machten die Musik an diesem lauen Spätsommerabend. und als 94 Minuten verstrichen waren, jubelten die FCZ-Fans wohl auch aus Erleichteurung. Der FC Zürich löste die heikle Aufgabe gegen das unterklassige Wil ohne zu glänzen – aber doch souverän. 2:1 gewann die Mannschaft von Ludovic Magnin gegen jenes Team, das den FCZ in den Neunzigerjahren im Cup gleich dreimal als Verlierer heimschickte und deshalb so etwas wie dessen Angstgegner war.

Magnin hatte auch diesmal eine heisse Affiche erwartet, «die Wiler werden über ihrem Niveau spielen und die ­Zuschauer jeden versprungenen Ball von uns feiern», hatte er prophezeit – zudem sind sie, ganz im Gegensatz zum FCZ, schwungvoll in die neue Saison gekommen. Und tatsächlich: Von einem Klassenunterschied war zunächst nichts zu sehen. Die Ostschweizer diktierten das Spiel zu Beginn und gingen früh und auch verdient in Führung. Nach einer Balleroberung in der Innenverteidigung konterte Wil die Zürcher blitzsauber aus – Valon Fazliu traf in der 15. Minut zum 1:0.

Es dauerte eine Weile, ehe sich der FCZ vom Rückschlag erholte, doch schliesslich kehrte er noch vor der Pause ins Spiel zurück: Mit einem Prachtstreffer ins hohe Toreck glich Marco Schönbächler in der 36. Minute zum 1:1 aus.

Pa Modous Comeback

Noch besser kam es für den FCZ acht Minuten nach der Pause: Nach einem Eckball profitiert Aussenverteidiger Pa Modou davon, dass sich Wil-Goalie Zivko Kostadinovic verschätzt – der Gambier erzielt mit dem Kopf die Zürcher Führung. Was für ein Comeback für Pa Modou: Letzte Saison war er nach anhaltenden Verletzungssorgen ausgemustert worden, durfte sich zuletzt jedoch bei der U-21 des FCZ fit – erst vor wenigen Tagen erhielt wieder einen Vertrag bei den Profis. Erst zwei Trainings hat er mit der Mannschaft absolviert.

Die Führung wirkte beruhigend auf die Zürcher, sie hatten in der Folge das Spiel im Griff und brachten den Vorsprung auch über die Zeit. Denis Popovic wäre fast das 3:1 gelungen, doch er traf nur wuchtig die Latte. Vor dem eigenen Tor löste Brecher die wenigen Prüfungen souverän, die sich ihm in der zweiten Hälfte noch stellten. Auch in der Nachspielzeit war der Goalie nochmals gefordert – er bestand die Prüfung.

Wil - Zürich 1:2 (1:1)

3084 Zuschauer. – SR Jaccottet. – Tore: 15. Fazliu 1:0. 36. Schönbächler 1:1. 52. Pa Modou 1:2.
Zürich: Brecher; Britto, Bangura, Mirlind Kryeziu, Pa Modou; Domgjoni (57. Sohm), Popovic (88. Janjicic); Schönbächler, Marchesano, Kololli; Ceesay (31. Kasai).
Bemerkungen: 31. Ceesay verletzt ausgeschieden. 64. Lattenschuss Popovic.

Erstellt: 14.09.2019, 22:57 Uhr

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