Spitzenkampf mit emotionalem Nachspiel

Nach der Niederlage von Challenge-League-Leader Aarau gegen Verfolger Bellinzona liess FCA-Trainer René Weiler mächtig Dampf ab. Wie die Tessiner Martin Andermatt und Hakan Yakin darauf reagieren.

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René Weiler sprach gegenüber dem Teleclub von Wettbewerbsverzerrung: «Da ist eine Mannschaft auf dem Feld gestanden, die gar nicht hätte auf dem Feld stehen dürfen. Bellinzona spielt mit Spielern, die es sich schlichtweg nicht leisten kann.» Mit dieser Aussage zielte Weiler auf die finanziellen Probleme der AC Bellinzona. Der Tessiner Club steht vor dem finanziellen Kollaps, zahlt Spielern und Angestellten seit Dezember keine Saläre mehr. Um den Verein zu retten, müsste ACB-Präsident Gabriele Giulini in kürzester Frist zwei bis drei Millionen Franken aufbringen.

Weiler entschuldigt sich per SMS

Bellinzonas Trainer Martin Andermatt möchte die Aussagen Weilers, der auch von einem völlig unattraktiven Fussball des Gegners sprach, nicht gross kommentieren. «Weiler hat sich nach dem Spiel zu später Stunde bei mir per SMS gemeldet und sich für seinen emotionalen Ausbruch entschuldigt. Selbstverständlich nehme ich diese Entschuldigung an. Ich rate meinem Trainerkollegen, diese Worte der Entschuldigung auch öffentlich auszusprechen. Ich bin der Meinung, dass er durch diese wenig elegante Aussage vor allem sich selber geschadet hat», sagt der Baarer gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

«Weiler hat seine Emotionen nicht im Griff» Bellinzonas Spielmacher Hakan Yakin sagt gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet: «Ich hatte nach dem Spiel ein klärendes Gespräch mit René Weiler. Er ist ein junger, aufstrebender Trainer, der seine Emotionen noch nicht im Griff hat. Ich bin überzeugt, dass er aus seiner undurchdachten Kommunikation die richtigen Lehren für die Zukunft ziehen wird.» Tagesanzeiger.ch/Newsnet ersuchte heute Morgen auch Aaraus Trainer René Weiler um eine weitere Stellungnahme. Weiler liess per SMS ausrichten, dass er wirklich nichts zu sagen habe. Er wolle vor allem keine Polemik machen.

Zum Spiel: Martin Andermatt hatte sein Team im Aarauer Brügglifeld geschickt eingestellt und ist mit seinem Team punktemässig zu Leader Aarau aufgeschlossen. «Meine Spieler haben die taktischen Vorgaben ausgezeichnet umgesetzt. Unser gemeinsamer Plan ging glücklicherweise voll auf.»

Erstellt: 12.03.2013, 12:21 Uhr

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