St. Gallen verpatzt das Gaudino-Debüt zu Hause

Der FC St. Gallen verpatzt den Rückrundenstart. Trotz Führung und einem zu Beginn starken Gianluca Gaudino, holten sich die Gäste aus Thun die drei Punkte.

Keine Punkte beim ersten Auftritt im St.-Gallen-Trikot: Hoffnungsträger Gianluca Gaudino.

Keine Punkte beim ersten Auftritt im St.-Gallen-Trikot: Hoffnungsträger Gianluca Gaudino. Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

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Gross waren die Hoffnungen beim FC St. Gallen, dass mit dem hochtalentierten Gianluca Gaudino vom FC Bayern der spielerische Glanz aus München in die AFG Arena einziehen würde. Und der 19-Jährige zeigte in der ersten Halbzeit auch seine technischen Finessen und hatte den Führungstreffer auf dem Fuss. Zu einem Sieg im Debüt reichte es für den Youngster und die Ostschweizer aber nicht. In der 94. Minute fiel der 2:1-Siegtreffer für die Gäste aus Thun.

Jedem Team gehörte eine Halbzeit, St. Gallen die erste, dem eingespielten Thun die zweite. Danijel Aleksic brachte das in der ersten Halbzeit dominante St. Gallen mit einem Kopftor in der ersten Halbzeit in Führung, Roman Buess glich für Thun nach einem Zuspiel seines ehemaligen Wohlener Stürmerparners Simone Rapp zu Beginn der zweiten Halbzeit aus. Und Sekunden vor dem Abpfiff glückte Thun dank eines Freistosses von Sandro Wieser, der durch Freund und Feind hindurch den Weg ins Tor fand, sogar noch der glückhafte Siegestreffer.

St. Gallen führte verdient

Die aufsässigen und disziplinierten Berner Oberländer kamen im dritten Anlauf gegen die Ostschweizer in dieser Saison nicht nur zu den ersten Toren, sondern auch zum vierten Auswärtssieg in dieser Saison, der besonders für Saibene einer Genugtuung gleichkommt.

Das Führungstor der entschlossen angreifenden Ostschweizer in der 36. Minute war hochverdient. Nach einem Corner von Marco Aratore schraubte sich Danijel Aleksic am höchsten und nickte den Ball per Kopf zur verdienten 1:0-Führung ein. Zuvor waren der technisch überragende Bayern-Leihspieler Gianluca Gaudino bei dessen Einstand und Albert Bunjaku alleine vor Thuns Torhüter Guillaume Faivre gescheitert. Durch das aufsässige Pressing und den St. Galler Druck kam Thun kaum dazu, sich zu entfalten und sein Spiel zu entwickeln. Dennoch hatte Roman Buess (3.) und Simone Rapp (39.) Chancen, die ebenfalls zu Toren hätten führen können.

Nach der Pause baute St. Gallen ab und Thun legte zu. St. Gallen gab nach Buess' Ausgleich das Spiel aus der Hand, wurde hierfür hart bestraft und haderte vor allem mit Ref Bieri, der in der Nachspielzeit einen ungerechtfertigten Freistoss gab, der die Entscheidung brachte.

St. Gallen - Thun 1:2 (1:0) 10'980 Zuschauer. - SR Bieri.
Tore: 36. Aleksic (Aratore) 1:0. 52. Buess (Rapp) 1:1. 94. Wieser (Freistoss) 1:2.
St. Gallen: Lopar; Gelmi (64. Kucani), Gelmi, Angha, Hanin; Mutsch, Gaudino; Tréand (60. Lang), Aleksic, Aratore; Bunjaku (75. Tafer).
Thun: Faivre; Joss, Schindelholz, Bürki, Glarner; Zarate, Hediger, Lauper (55. Wieser), Schirinzi (46. Rojas); Buess (69. Munsy), Rapp.
Bemerkungen: St. Gallen ohne Salli (gesperrt), Dziwniel, Thrier, Russo, Lässer und Wiss (verletzt), Mathys (nicht im Aufgebot) sowie Cueto (nicht spielberechtigt). Thun ohne Ferreira (verletzt) und Siegfried, Peyretti, Wittwer und Sutter (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 69. Hanin (Foul). 92. Rapp und Aleksic (beide Unsportlichkeit). (ofi/si)

Erstellt: 07.02.2016, 16:32 Uhr

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