Sturmwarnung in Basel

Schon über 50 Tore diese Saison: Die Abwehr des FCB sieht sich heute gegen Manchester City dem aktuell besten Angriff Europas ausgesetzt.

Auf dem Weg an die Spitze Europas: Sterling, Aguero und De Bruyne überrollen mit Manchester City gerade die Premier League – und in der Champions League heute womöglich den FC Basel.

Auf dem Weg an die Spitze Europas: Sterling, Aguero und De Bruyne überrollen mit Manchester City gerade die Premier League – und in der Champions League heute womöglich den FC Basel. Bild: Keystone

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Mit böenhaften Windstössen schlägt sich die Sportwelt dieser Tage ja vor allem im Wintersport herum. Doch was am Dienstagabend in Basel auf den FCB zukommt, ist im übertragenen Sinne eine der stärksten meteorologischen Erscheinungen überhaupt.

Die Saison von Manchester City ist bislang eine einzige Erfolgsgeschichte. In der Meisterschaft eilt die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola mit riesigen Schritten dem Titel entgegen, sie ist in beiden Cup-Bewerben gut auf Kurs – und in der Champions League beschäftigen sich die Engländer wohl mehr mit dem Viertelfinal als mit dem heutigen Gegner, dem FC Basel.

Allein in der Meisterschaft totalisieren die «Citizens» schon unglaubliche 79 Tore, 50 davon im eigenen Stadion. Das sind mehr, als viele Teams in der gleichen Liga in dieser Saison überhaupt je erzielen werden. Und für glatte 50 dieser fast 80 Ligatore zeichnet ein Quartett verantwortlich, das derweil das wohl effektivste in Europa darstellt.

Noch effektiver als MSN?

Sergio Aguero, Raheem Sterling, Leroy Sané und Kevin de Bruyne sind der gefährlichste Angriff im europäischen Fussball seit dem gefürchteten MSN-Dreizack um Messi, Suarez und Neymar, der in Barcelona bis vergangenen Sommer wirkte. Doch anders als der frühere «Triangulo» in Barcelona überrollt die himmelblaue Torfabrik den Gegner nicht nur zu viert, sie befindet sich auch gerade auf dem Höhepunkt ihres Schaffens – und war in ihrer Anschaffung vergleichsweise billig.

Aguero? Geschenkt! Der Argentinier kam 2011 von Atlético Madrid für 36 Millionen Euro – eine Summe, die auf dem aktuellen Markt allenfalls noch für einen Ersatzkeeper von internationalem Format reicht. Sané? Ein Schnäppchen, schliesslich sind 50 Millionen Euro (vorletzten Sommer von Schalke) für einen Offensivspieler heutzutage ein regelrechter Dumpingpreis. De Bruyne? Mit 75 Millionen Euro auf den ersten Blick schon teurer. Aber immer noch vertretbar, wenn man bedenkt, dass der Belgier zu den begehrtesten Spielern Europas zählt, mit seinem neuen Vertrag bis zu 300’000 Euro die Woche verdienen wird und andere Vereine für solche Fussballer dreistellige Millionenbeträge in die Hand nehmen. Und Sterling? Er galt vor zwei Jahren mit 60 Millionen Euro als Risikokauf – den Formschwankungen aus seiner Liverpooler Zeit scheint er aber endgültig entschwunden zu sein.

Agueros beeindruckende Quote

Stossspitze des City-Vierzacks ist jedoch unbestritten Sergio Aguero. In seinen Anfangszeiten bei Manchester stand er noch im Schatten seines Landsmannes Carlos Tevez, doch schon zu gemeinsamen Zeiten hatte Aguero die besseren Torquoten. Seit seiner ersten Saison in der Premier League 2011/12 hat er schon über 140 Treffer in der Premier League erzielt – in der aktuellen Spielzeit trifft er alle 85 Minuten.

Es scheint an der Zeit, dass sich das Milliardeninvestment der City-Besitzerschaft um Mansour bin Zayed al-Nahyan, den Besitzer aus Abu Dhabi, auszahlt – und zwar in Form von Titeln. Zwei Meistertitel fallen bislang in die Ägide des superreichen Scheichs, der dritte wird immer wahrscheinlicher. Doch woran Trainer Pep Guardiola wirklich gemessen werden wird, ist die Champions League. Die muss er gewinnen. Oder wie Vincent Kompany dem «Guardian» jüngst mitteilte: «It is now City’s time to shine in Europe.» Und dafür muss wohl heute als Erstes der FC Basel weichen. (mrm)

Erstellt: 13.02.2018, 16:12 Uhr

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