Timm Klose trifft am Abend der «italienischen Revolution»

Wolfsburg mit den Schweizern Klose, Rodriguez und Benaglio bleiben auch im Rückspiel gegen Inlers Napoli chancenlos und scheiden aus der Europa League aus.

Waren für Wolfsburg-Goalie Diego Benaglio ein ständiger Unruheherd: José Callejon (l.) und Gonzalo Higuain (r.).

Waren für Wolfsburg-Goalie Diego Benaglio ein ständiger Unruheherd: José Callejon (l.) und Gonzalo Higuain (r.). Bild: Reuters

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Die wirtschaftlich kriselnde Serie A bringt erstmals 2003 wieder drei Teams in die Halbfinals. Einen Tag nach Juventus (Champions League) schaffen dies Napoli und Fiorentina in der Europa League.

2003 hatten sogar vier italienische Mannschaften die Halbfinals erreicht: Milan, Juventus Turin und Inter Mailand in der Champions League sowie Lazio Rom im UEFA-Cup. Seither gab es nur noch mit dem Tropfenzähler Halbfinal-Qualifikationen von Milan (2005, 2006 und 2007), Parma (2005), Fiorentina (2008), Inter Mailand (2010) und Juventus Turin (2014).

Napoli und Fiorentina problemlos

Am Donnerstag komplettierten Napoli (2:2 gegen Wolfsburg) und die Fiorentina (2:0 gegen Dynamo Kiew) das italienische Trio (mit Champions-League-Halbfinalist Juventus) und konsolidierten den 2. Platz der Serie A in dieser Saison im UEFA-Ranking hinter der spanischen Primera Division, die dank Titelverteidiger FC Sevilla (2:2 gegen Zenit St. Petersburg) nach Real Madrid und dem FC Barcelona ebenfalls noch mit drei Teams in den Europacup-Halbfinals vertreten ist.

Der Vorstoss von Napoli und Fiorentina war in den Rückspielen kaum in Gefahr. Napoli legte gegen Wolfsburg mindestens 90 Prozent des Weges schon mit dem 4:1 im Hinspiel zurück. Im Heimspiel mussten sich die Italiener mit einem 2:2 begnügen, das ihnen sogar schmeichelte. Für Wolfsburg traf der Schweizer Tim Klose.

Die Fiorentina war gegen Dynamo Kiew, den ungeschlagenen Leader der ukrainischen Liga, in keiner Phase gewillt, das 1:1 aus dem Auswärtsspiel zu verwalten. Das Team um den deutschen Mario Gomez lancierte Angriff um Angriff - und vergab Chance um Chance. Das Führungstor fiel dann doch noch vor der Pause, jedoch erst nachdem Kiews holländischer Stürmer Jeremain Lens wegen einer Schwalbe eine umstrittene Gelb-Rote Karte gesehen hatte (41.). Zwei Minuten später lenkte Gomez einen Schuss von Borja Valero mit dem Knie zum 1:0 ins Tor.

Sevilla wankt

Mehr Spannung als in Italien gab es in Osteuropa. Titelverteidiger FC Sevilla zitterte sich in St. Petersburg der Verlängerung entgegen und nachdem Rondon und Hulk nach der Pause die Partie für die Russen gekehrt hatten, als der Franzose Gameiro mit einem der seltenen Konter die Spanier doch noch zum 2:2 und damit in die Halbfinals schoss. (85.). Dnjepr Dnjepropetrowsk qualifizierte sich derweil erstmals in seiner Vereinsgeschichte für einen Europacup-Halbfinal. Auch in Kiew hatte dabei gegen den FC Brügge lange eine Verlängerung «gedroht», doch dann trafen die Ukrainer nach 173 torlosen Minuten durch Schachow doch noch zum entscheidenden 1:0.

Napoli - Wolfsburg 2:2 (0:0). - 20'000 Zuschauer. - Tore: 50. Callejon 1:0. 65. Mertens 2:0. 71. Klose 2:1. 73. Perisic 2:2. - Bemerkung: Napoli mit Inler, Wolfsburg mit Benaglio, Klose und Rodriguez (bis 66.).

Fiorentina - Dynamo Kiew 2:0 (1:0). - 25'000 Zuschauer. - Tore: 43. Gomez 1:0. 94. Vargas 2:0. - Bemerkungen: 10. Lattenschuss von Alonso (Fiorentina). 40. Gelb-Rote Karte gegen Lens (Kiew) wegen einer Unsportlichkeit ("Schwalbe"). 49. Pfostenschuss von Salah.

Zenit St. Petersburg - FC Sevilla 2:2 (0:1). - 20'000 Zuschauer. - Tore: 6. Bacca (Foulpenalty) 1:0. 48. Rondon 1:1. 72. Hulk 2:1. 85. Gameiro 2:2.

Dnjepr Dnjepropetrowsk - FC Brügge 1:0 (0:0). - 30'000 Zuschauer. - Tor: 83. Schachow 1:0. - Bemerkung: Das Spiel fand in Kiew statt. (Si)

Erstellt: 23.04.2015, 23:22 Uhr

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