Topclubs drohen mit Boykott

Heute stimmt der Fifa-Rat über die Reform der Club-WM ab. Wird der Vorschlag angenommen, wollen die Spitzenteams die Teilnahme verweigern.

Fifa-Präsident Gianni Infantino ist auf Konfrontationskurs mit den europäischen Fussballclubs.

Fifa-Präsident Gianni Infantino ist auf Konfrontationskurs mit den europäischen Fussballclubs. Bild: Erdem Sahin/Keystone

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Die Club-WM der Zukunft soll neu mit 24 Teams stattfinden. Der Vorschlag stammt von Fifa-Präsident Gianni Infantino, heute stimmt der Fifa-Rat in Miami über die Reform ab. Stattfinden würde der Wettbewerb erstmals vom 17. Juni bis 4. Juli 2021, ein Drittel der Teilnehmer sollen europäische Mannschaften sein.

Bisher spielten nur sieben Teams an der Club-WM. Eines davon ist der Meister des Gastgeberlandes, die anderen sechs Teams sind die Gewinner der höchsten kontinentalen Clubwettbewerbe. 2018 traten Real Madrid, River Plate, Team Wellington, Espérance Tunis, Deportivo Guadalajara, Kashima Antlers und Al-Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Real Madrid, das als europäischer Teilnehmer automatisch bereits für den Halbfinal qualifiziert war, gewann den Final gegen Al-Ain 4-1.

Nun haben die europäischen Spitzenvereine aber vor der Abstimmung den Boykott angedroht, berichtet die «Süddeutsche Zeitung». Sollte der Fifa-Rat die Europäer überstimmen, wovon auszugehen ist, werden die acht europäischen Clubs nicht antreten. Das schrieben die Mitglieder der Vereinigung europäischer Fussballclubs in einem Brief an die Uefa und an Infantino.

Unterschrieben wurde er von den 15 Vorstandsmitgliedern, darunter sind die Clubchefs von Juventus Turin, Barcelona, Bayern München, Paris Saint-Germain, Manchester United und Real Madrid. Sie bezeichnen die Reform «angesichts der bestehenden Wettbewerbe und des bis 2024 fixierten internationalen Spielkalenders» als «nicht akzeptabel».

(va)

Erstellt: 15.03.2019, 09:26 Uhr

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