«Unterirdisch und katastrophal»

Der Absteiger muss auch in der Challenge League bös unten durch. Die Reaktionen beim Tabellenletzten, dem FC Aarau.

Luganos Aufstiegstrainer Livio Bordoli durchlebt in Aarau zurzeit eine schwere Zeit.

Luganos Aufstiegstrainer Livio Bordoli durchlebt in Aarau zurzeit eine schwere Zeit. Bild: Keystone

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Der FC Aarau, der aus der Super League abgestiegen ist, wird auch in der Challenge League nach unten durchgereicht. Das Team des Tessiners Livio Bordoli, das noch kein Spiel gewinnen konnte, liegt mittlerweile auf dem letzten Tabellenrang. In sechs Runden setzte es drei Niederlagen bei drei Unentschieden ab.

«Wenn du am Morgen aufstehst und mit der Tatsache konfrontiert wirst, dass du über Nacht aufgrund des Sieges von Le Mont gegen Wil auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht bist, dann ist das schon ein echt beschissenes Gefühl», umschreibt Aaraus Vizepräsident Roger Geissberger die prekäre Situation um seinen Club.

«Wir waren uns sicher»

Keiner im Verein habe überhaupt daran gedacht, dass es nach dem Abstieg so weit kommen könne. «Wir waren uns sicher. Und alle waren der Meinung, dass der sofortige Wiederaufstieg durchaus möglich ist, weil die Mannschaft im Grossen und Ganzen die gleiche wie in der Super League geblieben ist. Und wir haben auch viele Spieler, die sich sowohl in der Super League wie auch in der Challenge League bestens auskennen und genügend Erfahrung mitbringen.»

Geissberger versichert, dass man wegen der misslichen Lage jetzt aber nicht gleich in Panik verfalle, obwohl ihm die Leistung im letzten Spiel bei der 0:1-Niederlage in Schaffhausen noch schwer auf dem Magen liege. «Zuvor hatten wir gar nicht schlecht gespielt. Die Mannschaft wurde unter ihrem Wert geschlagen und war absolut intakt. Doch die Vorstellung in Schaffhausen war eine Katastrophe und schlichtweg unterirdisch. Die Körpersprache hat mir gar nicht gefallen.»

Ein Trainer unter Druck

Gefordert seien jetzt die Spieler und insbesondere auch Trainer Livio Bordoli. «Es sind jetzt sechs Runden gespielt. Nach dem zehnten Match werden wir über die Bücher gehen und abrechnen», verspricht Geissberger unmissverständlich.

In den nächsten vier Runden spielen die Aargauer bis zur Zwischenbilanz des Präsidiums noch gegen Xamax, Le Mont, Lausanne und Schaffhausen. Und bis dann muss Livio Bordoli, der in der vergangen Saison den FC Lugano souverän in die Super League geführt hatte, auch in Aarau Resultate vorweisen, sonst dürfte es für ihn eng werden.

Ponte wohl kaum

In den Spekulation wird als möglicher Nachfolger bereits Raimondo Ponte gehandelt, der in der vergangenen Saison den FCA als Feuerwehrmann übernommen hatte, den Club aber auch nicht vor dem Abstieg bewahren konnte. Ponte ist zurzeit beim FC Aarau für das Scouting zuständig und sitzt im Verwaltungsrat. Es ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich, dass sich der ehemalige Nationalspieler im Brügglifeld noch einmal auf den Trainerstuhl setzt.

Erstellt: 25.08.2015, 12:52 Uhr

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