Warum Blatter mit Ronaldo plant

Die Zeitung «As» liess verlauten, Cristiano Ronaldo werde der Fifa-Gala vom 13. Januar in Zürich fernbleiben. Er sei immer noch beleidigt wegen Sepp Blatters Äusserungen. Der Weltverband sieht dies anders.

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Mit seinem fabelhaften Auftritt und drei Treffern gegen Schweden sammelte Cristiano Ronaldo noch einmal gewichtige Argumente, um «Fussballer des Jahres» zu werden. Im laufenden Jahr bringt es der Portugiese auf 66 Tore, in der neuen Saison alleine schon auf 32. Wohl nur Franck Ribéry kann ihm die Auszeichnung noch streitig machen, zumal der Franzose beim Triple-Gewinn der Bayern die prägende Figur gewesen war.

Nur vermeldete die spanische Sportzeitung «As» kürzlich, Ronaldo werde der Fifa-Gala fernbleiben, wenn am 13. Januar in Zürich der Beste gekürt wird. Er sei immer noch beleidigt wegen der Äusserungen Sepp Blatters. Der Fifa-Präsident hatte Ende Oktober bei einem Termin an der Universität von Oxford die Bewegungen Ronaldos nachgeäfft und über ihn gespottet. Angesichts weltweiter Empörung entschuldigte sich der 77-Jährige später mit einem öffentlichen Brief beim Stürmerstar von Real Madrid.

Ronaldos unauffindbarer Tweet

Doch die Wogen sind gemäss «As» nicht geglättet. Zu Ronaldos Entschluss soll demnach auch der Eindruck beigetragen haben, im offiziellen Werbefilm für die Gala weniger positiv dargestellt worden zu sein als seine Hauptrivalen Ribéry und Lionel Messi (FC Barcelona). Bis zum 29. November können die Captains und Trainer der Nationalteams sowie Journalisten aus 209 Ländern noch ihre Wahl abgeben, rund die Hälfte der Wahlzettel sind eingegangen. Das Trio mit den meisten Stimmen wird nach Zürich eingeladen.

Nun lässt die Fifa verlauten, dass sie keine Absage Ronaldos erhalten habe. Die Einladungen würden auch erst verschickt, nachdem die Anwärterliste am 9. Dezember publiziert ist. «Ich glaube nicht, dass man da spekulieren sollte. Man wird sehen, was dann passiert», sagt Medienchefin Delia Fischer. Sie glaubt aber, dass für Ronaldo die Angelegenheit gegessen sei und verweist auf einen Tweet, in dem er eben diese Aussage macht. Dieser Tweet ist allerdings auf seinem Konto unauffindbar.

Oder kommt es doch noch zu einer Versöhnung zwischen Blatter und Ronaldo? In einem Interview mit dem spanischen Radio-Sender «Radio Cope» meinte der Portugiese zurückhaltend, dass er nicht sagen könne, ob er nach Zürich kommen werde oder nicht. Fortsetzung folgt.

Erstellt: 22.11.2013, 12:47 Uhr

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