Wenn der Schiedsrichter die Offside-Regel nicht kennt

Eine Szene aus dem Spiel gegen Borussia Dortmund bringt die Gemüter von Hertha Berlin zum Kochen. Und wieder einmal darf über Offside oder nicht gestritten werden.

Quelle: ARD

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Offside ist, wenn nicht mindestens zwei Gegenspieler zwischen dem Passadressaten und der Torlinie stehen. So einfach ist grundsätzlich die Offsideregel. Grundsätzlich ist aber vieles etwas anders, seit das aktive und das passive Offside erfunden wurden. Und genau um diesen Punkt ging es am Samstag bei Hertha Berlin gegen Borussia Dortmund.

Die Berliner spielen einen Ball in die Tiefe, Theofanis Gekas startet ganz leicht im Abseits. Der Ball kommt aber nicht bis zum griechischen Stürmer. Der Dortmunder Abwehrspieler Santana hat die Situation und den Ball scheinbar unter Kontrolle. Noch scheinbarer ist dann aber sein Blackout. Er will den Ball zu seinem Keeper köpfeln, was Gekas durchschaut und den Ball selber mit dem Kopf über Roman Weidenfeller verlängert.

«Es war ein korrektes Tor»

Doch Schiedsrichter Lutz Wagner gab das Tor nicht. Offside. Berlins Manager Michael Preetz tobte. «Auf dem Platz habe ich dem Schiedsrichter gesagt, dass ich eine Erklärung will, warum er diesen Treffer nicht gegeben hat. Seine abenteuerliche Begründung lautete, dass es nur eine neue Spielsituation gewesen wäre, wenn der Pass von einem Hertha-Spieler gekommen wäre», berichtet Preetz in der deutschen Boulevard-Zeitung «Bild». «Wenn ein Schiedsrichter die Regeln nicht kennt, dann haben wir ein Problem», schob er verärgert nach.

Der betroffene Schiedsrichter holte sich Hilfe beim Schiedsrichter-Lehrer Eugen Strigel. «Santana köpft den Ball bewusst zurück, dadurch entsteht eine neue Situation und es war ein korrektes Tor», so das Fazit von Strigel. Und auch Wagner gab am Tag danach kleinlaut zu: «Das sollte man laufen lassen. Mit einem Tag Abstand wäre es besser gewesen, die Fahne unten zu lassen», wird der Schiedsrichter von «Bild» zitiert.

Die Einführung von aktivem und passivem Offside sollte eigentlich zu mehr Treffern führen. Ob es wirklich so ist? Fakt ist eigentlich nur, dass es viel mehr Diskussionen gibt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.03.2010, 11:12 Uhr

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