Wer hat Angst vor den Färöern?

Der Trainer von Europameister Portugal warnt seine Spieler unmittelbar nach der Gala gegen Andorra vor dem nächsten vermeintlichen Fussballzwerg.

Noch immer vor dem Europameister platziert: Die Spieler des färingischen Nationalteams feiern den 2:0-Erfolg in Lettland.

Noch immer vor dem Europameister platziert: Die Spieler des färingischen Nationalteams feiern den 2:0-Erfolg in Lettland. Bild: Reuters

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Viele Jahre lang fürchteten sich eigentlich nur die Österreicher vor dem Fussballnationalteam der Färöer Inseln. Oder zumindest davor, zum gefühlt 1000. Mal die Geschichte von der historischen 0:1-Niederlage am 12. September 1990 hören zu müssen. Das Tor für die färingischen Amateure erzielte damals ein gewisser Torkil Nielsen – er brachte es nur auf einen einzigen weiteren Länderspieltreffer.

Ein gutes Vierteljahrhundert später gelten die Färöer in ganz Europa zumindest als unangenehmer Gegner. In der laufenden WM-Qualifikation belegen sie nach dem 0:0 gegen EM-Achtelfinalist Ungarn und dem jüngsten 2:0-Auswärtssieg über Lettland in der Gruppe B hinter der Schweiz, aber noch vor Europameister Portugal Platz 2.

Der portugiesische Nationalcoach Fernando Santos warnte seine Spieler gleich nach dem 6:0 gegen Andorra davor, die Färinger zu unterschätzen. Diese seien vom Spielstil her mit den Isländern zu vergleichen, die an der EM mit dem Viertelfinaleinzug bekanntlich für Furore sorgten. «Sie sind ein gut organisiertes Team. Sie werden Probleme machen, wir müssen auf der Hut sein. Wir dürfen nicht vergessen, dass sie schon vier Punkte auf dem Konto haben – und dass sie mit Lars Olsen seit fünf Jahren den gleichen Trainer haben», so Santos. Die Portugiesen sind am Montag anlässlich des dritten Gruppenspieltags auf den Färöer Inseln zu Gast, während die Schweizer in Andorra antreten.

Übrigens: Auch die Deutschen taten sich gegen die tapferen Färinger schon sehr schwer. In der Qualifikation zur EM 2004 kamen sie zu Hause nur zu einem mageren 2:1-Sieg und mussten auswärts bis zur 89. Minute auf einen Treffer warten, ehe sie noch 2:0 gewannen. «Gegen einen solchen Gegner kann man nicht glänzen, da geht es nur mit der Brechstange», hatte der deutsche Trainer Rudi Völler damals gesagt. (ak)

Erstellt: 08.10.2016, 11:19 Uhr

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