Wiederwahl ohne Zwischentöne

Heinrich Schifferle bleibt Präsident der Swiss Football League (SFL). Der 61-jährige Winterthurer wurde an der ordentlichen Generalversammlung von den 20 Clubmitgliedern einstimmig bestätigt.

«Ich gab eine Erklärung ab und die Versammlung nahm sie zur Kenntnis»: Heinrich Schifferle.

«Ich gab eine Erklärung ab und die Versammlung nahm sie zur Kenntnis»: Heinrich Schifferle. Bild: Keystone

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Im feudalen Bellevue Palace neben dem Bundeshaus tagten die Vertreter der 20 Clubs der Super League und Challenge League während fast fünf Stunden. Danach traf man sich im Salon du Palais zum Essen. Die GV lief in Minne ab. Im Vorfeld hatte es Diskussionen gegeben, ob Schifferle wiedergewählt werden würde. Die Bestätigungswahl des Präsidenten, der sich in einem Arbeitsrechtstreit mit seinem einstigen Arbeitgeber Siska befindet, der ihn im vergangenen Mai entlassen hat, lief dann ohne Zwischentöne ab. Die Wahl habe laut Schifferle keine fünf Minuten gedauert. «Ich gab eine Erklärung ab und die Versammlung nahm sie zur Kenntnis», sagte Schifferle. CEO Claudius Schäfer ergänzte: «Der Präsident hat und seit dem Frühling immer sehr offen über den Stand der Dinge informiert. Und Tatsache ist auch, dass es in diesem Streitfall kein Urteil gibt und bisher kein Verfahren eröffnet wurde.»

Neu in das neunköpfige Gremium der Liga wurden Dölf Früh (FC St. Gallen), Alain Kappeler (YB) und der ehemalige Nationalspieler Claudio Sulser (FC Lugano) gewählt, welche die zurückgetretenen Giarcarlo Dazio, Ilja Kaenzig und Walter Stierli ersetzten. Dazio und Stierli wurden zu Ehrenmitgliedern erkoren. Den Sprung nicht geschafft ins Gremium haben Urs Bachmann (FC Aarau) und Ruedi Stäger (FC Luzern). Fortan müssen die Mitglieder jedes Jahr in ihren Ämtern bestätigt werden, bisher dauerte eine Amtszeit drei Jahre. Weiter segnete die Versammlung die Statutenänderung ab, die am 1. Juli 2015 in Kraft tritt. Darin wurde unter anderem unter dem Titel «Unabhängigkeit der Clubs» verankert, dass Vorstandsmitglieder nicht in zwei Clubs des SFV Ämter ausüben dürfen.

Die Versammlung beschloss auch, beim Thema Infrastruktur die Regelung zu lockern. Bisher hiess es, dass ab nächster Saison alle Stadien der Super League mit Rasenheizung ausgerüstet sein müssen. Das ist nun nicht mehr der Fall, «weil wir», wie Schifferle sagte, «sonst plötzlich zu wenige Teams in der Super League gehabt hätten.» Das ist gute Kunde für die Clubs aus Aarau, Sion und Vaduz, deren Stadien keine Rasenheizung haben. Auch müssen Stadien mit Kunstrasen nicht mehr mit Rasenheizung ausgerüstet sein.

Erstellt: 21.11.2014, 16:14 Uhr

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