«Wir haben in der ersten Halbzeit geschlafen»

Mönchengladbach besiegte Dortmund 2:0 – aber Trainer Lucien Favre fand hinterher genügend Gründe, um den Match kritisch aufzuarbeiten. Der BVB war lange drückend überlegen.

Kritik trotz Coup: Lucien Favre war mit dem Auftritt seiner Fohlen in der ersten Hälfte überhaupt nicht zufrieden.

Kritik trotz Coup: Lucien Favre war mit dem Auftritt seiner Fohlen in der ersten Hälfte überhaupt nicht zufrieden. Bild: Keystone

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Im Duell der zwei Borussen glückte Mönchengladbach gegen Dortmund der späte Coup – und das nach einem Match, der Lucien Favre viele Nerven kostete. Der ehemalige Trainer des FCZ, seit Februar 2011 am Niederrhein, bezeichnete die erste Hälfte als «katastrophal». Mit späten Tore sorgten Max Kruse und Raffael im Borussia-Park aber für einen Stimmungsumschwung. Die Gladbacher entthronten mit dem Sieg den Leader aus Dortmund und belegen nach acht Runden Platz 4.

Lucien Favre, was war mit Mönchengladbach in der ersten Halbzeit los?
Wir haben geschlafen, wir waren abwesend, das war das Problem. Es war kein Fussball, einfach nur schlecht, katastrophal. Wir waren zu langsam, und eigentlich war es ein Wunder, dass wir mit einem 0:0 in die Pause gehen konnten.

Und doch gab es einen 2:0-Sieg gegen Dortmund, das als Leader angetreten war.
Wir wussten: Machen wir so weiter, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir einen Treffer erhalten, das wussten die Spieler ja selber auch, sie waren auch enttäuscht über das, was sie abgeliefert haben. Und dem 0:1 wären vermutlich weitere Gegentore gefolgt, und wir wären erledigt gewesen. Nach 15 Minuten zeigten wir Angst, wir hatten keine Lösung, und der Gegner merkte das. Jeder lange Ball kam sofort zurück. Aber zum Glück hat sich das geändert. Wir wurden besser, weil wir endlich probierten, zu spielen. Es war kein Vergleich mehr zur Leistung vor der Pause.

Sind Sie laut geworden?
Nein, das bringt doch nichts. Die Zeiten, in denen ein Trainer herumschreit, sind vorbei. Und schlechter konnte es ja gar nicht werden. Aber ich erwähnte auch, dass die Dortmunder dieses Tempo nicht durchziehen würden. Das war unmöglich.

In welcher Hinsicht war diese Partie auch eine Lehre für die Mannschaft?
Wir müssen lernen, schneller zu agieren, zu antizipieren, das Spiel zu lesen. Wir sind gezwungen, alles in einem höheren Tempo zu machen, aber nicht nur physisch. Wir müssen auch gedanklich schneller werden.

Das heisst?
Wir werden noch intensiver trainieren, um einen höheren Rhythmus zu erlangen. Wir müssen auch gegen so starke Mannschaften wie Dortmund bereit sein, höher zu stehen und Risiken einzugehen im Spielaufbau. (Pause) Wir haben 13 Punkte, stehen auf Platz 4, das macht mich schon zufrieden. Aber es gibt noch viel zu tun. (Aufgezeichnet: pmb.)

Erstellt: 06.10.2013, 08:21 Uhr

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