«Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat»

Drei Schweizer Nationalspieler wollen Dortmund in eine tiefe Depression stürzen. Denn der letzjährige Finalist steht gegen die SSC Napoli in der Champions League bereits mit dem Rücken zur Wand.

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Zumindest eines haben die beiden Clubs vor dem heutigen Spiel gemeinsam: Sie mussten zuletzt ziemlich unten durch. Dortmund verlor in der Champions League gegen Arsenal und musste auch in der Bundesliga gegen den VFL Wolfsburg und Bayern München als Verlierer vom Platz. Die SSC Napoli geriet ebenfalls in eine Negativspirale und verlor in der Serie A gegen Juventus und Parma. «Beide Clubs haben zurzeit in etwa die gleichen Probleme», sagt Napolis Mittelfeldspieler Gökhan Inler gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Trotzdem reist der Captain der Schweizer Fussballnationalmannschaft selbstbewusst nach Dortmund.

«Wir müssen auf die beiden Niederlagen unbedingt eine Reaktion zeigen und die richtige Antwort geben. Wichtig ist, dass wir im Dortmunder Hexenkessel von der ersten Sekunde an konzentriert, hellwach und parat sind. Entscheidend wird sein, wer die meisten Zweikämpfe gewinnt», sagt Inler, der ein emotionsgeladenes und aggressives Spiel erwartet. Die Partie in Deutschland sei wegweisend. «Sie hat vorentscheidenden Endspielcharakter, deshalb wollen wir den Sack zumachen.» In der Tat: Die Italiener weisen nach vier Runden drei Punkte Vorsprung auf den letztjährigen Finalisten Dortmund aus. Mit einem Sieg stünde das Team mit den Schweizer Internationalen Gökhan Inler, Valon Behrami und Blerim Dzemaili bereits in den Achtelfinals.

«Nadelstiche setzen»

Gökhan Inler hat Ausschnitte vom Spiel Dortmunds am Samstag bei der 0:3-Niederlage gegen die Bayern gesehen. «Wir werden uns vom Resultat nicht blenden lassen. Dortmund hätte gut und gerne mit 2:0 in Führung gehen können. Das hätte das Spiel in ganz andere Bahnen gelenkt.» Napolis Trainer Rafael Benitez sagte an der Pressekonferenz, angesprochen auf die vielen Verletzten in der BVB-Abwehr: «Wir konzentrieren uns mehr auf ihre Offensive und wollen dann selbst Nadelstiche setzen. BVB-Trainer Jürgen Klopp gab offen zu: «Wir haben zuletzt drei Spiele verloren, ja. Wir haben schon das Gefühl, uns fehlen ein paar Punkte. Aber das hilft Neapel nur, wenn wir schlecht Fussball spielen.» Das sei aber auch bei den drei Niederlagen nicht der Fall gewesen. Für Dortmunds griechischen Abwehrchef Papastathopoulos Sokratis steht ausser Frage: «Wir sind auf Sieg programmiert. Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat.»

Jürgen Klopp hat im Übrigen schlechte Erinnerungen an das Hinspiel in Neapel. Der Deutsche verlor nicht nur das Spiel mit 2:3, sondern auch den Anstand. Er legte sich während der Partie mit dem vierten Schiedsrichter an und wurde dann prompt für die Spiele gegen Marseille und Arsenal gesperrt. Zudem wurde Torhüter Roman Weidenfeller des Feldes verwiesen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.11.2013, 13:27 Uhr

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