YB hat in Porto nichts zu verlieren

Drei Tage vor dem Spitzenspiel gegen Basel haben die Young Boys als klarer Aussenseiter heute Donnerstag (21 Uhr) wenig zu verlieren.

Die Young Boys während einer Trainingseinheit in Porto am Mittwochabend.

Die Young Boys während einer Trainingseinheit in Porto am Mittwochabend. Bild: Keystone

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Ein bisschen schmerzt das Verpassen der Champions League die Young Boys ja immer noch. Ende August scheiterten sie an den Glücksrittern von Roter Stern Belgrad, die gestern bei Bayern in die Königsklasse starten durften.

Der erste Europa-League-Auftritt von YB im Herbst allerdings hört sich auch schwer nach Champions League an, es geht heute zum FC Porto. «Leistungsbereitschaft» und «Solidarität» fordert Trainer Gerardo Seoane von seinem Team. Es sind Tugenden, die seine Elf eigentlich immer zeigt.

Viel wird heute davon abhängen, ob die Young Boys mutig sein werden und frech, ob sie zielstrebig kombinieren und die Umschaltsituationen, die sich gegen den favorisierten Gegner zwangsläufig ergeben werden, konsequent nutzen.

Die erste Phase der Saison stand für YB im Schatten der zwei Belgrad-Spiele. Das kommunizierte Seoane immer so. Nun sagt der Trainer: «Wir stellen in jeder Partie die bestmögliche Formation auf.» Das dürfte leicht geflunkert sein, schliesslich stehen Begegnungen im Drei-Tage-Rhythmus an.

Und heute haben die Young Boys wenig zu verlieren, am Sonntag im Spitzenspiel zu Hause gegen den FC Basel dagegen einiges. Der verletzt gewesene Torjäger Guillaume Hoarau jedenfalls könnte in Porto geschont werden.

In neun Pflichtspielen hat YB nie verloren, diese Serie dürfte schwierig fortzusetzen sein. Andererseits: Porto hinterlässt noch keinen unwiderstehlichen Eindruck. Das Spiel im Drachenstadion ist der erste von sechs Europa-League-Auftritten von YB in stimmungsvollen Arenen.

In Porto sind 43'000 Tickets verkauft. Die Berner streben Rang 2 an und das Weiterkommen, wobei sich Seoane auch auf mehrfaches Nachfragen nicht zu dieser Aussage verleiten lässt: «Wir schauen nicht zu weit nach vorne.»

Verletzungspech geht weiter

Die Young Boys sind wieder im Spiel-für-Spiel-Modus. Was vielleicht gar keine so schlechte Idee ist, schliesslich werden sie in dieser Saison von einer beispiellosen Verletztenserie heimgesucht.

Neben den langzeitblessierten Sandro Lauper und Mohamed Camara fehlen Miralem Sulejmani, Christopher Martins und Marvin Spielmann noch wochenlang.

Mindestens für die Begegnung in Porto fällt zudem Nicolas Ngamaleu aus, er leidet an Adduktorenschmerzen und trat die Reise nach Portugal am Mittwoch gar nicht erst an. Die YB-Anreise übrigens verlief ziemlich beschwerlich, wegen dichten Nebels in Porto verzögerte sich der Abflug in Belp um drei Stunden.

Gerardo Seoane experimentiert bezüglich Personal und System oft lustvoll, ein 4-3-3 erscheint realistisch, ein 3-4-3 ist auch möglich. Der Trainer testete Captain Fabian Lustenberger zuletzt im Cup in Freienbach (11:2) eine Halbzeit lang im defensiven Mittelfeld. «Es ist wichtig, dass wir variabel bleiben», sagt er.

So könnte YB spielen: von Ballmoos; Janko, Lustenberger, Sörensen, Garcia; Lotomba, Aebischer, Sierro; Fassnacht, Nsame, Assalé. – Ohne Lauper, Camara, Spielmann, Sulejmani, Martins, Ngamaleu, Marzino (alle verletzt) und Wüthrich (Wechsel zu Perth).

Erstellt: 19.09.2019, 11:59 Uhr

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