Yakin: «Dnjepr ist ein starker Gegner»

Uefa-Glücksfee Patrick Kluivert hatte aus Sicht des FC Basel kein glückliches Händchen. Mit Dnjepr Dnjepropetrowsk wartet im Europa-League-Sechzehntelfinal ein unangenehmer Gegner.

Dnjepr feiert seinen Captain Vitali Denisov nach dem 4:0 im letzten Gruppenspiel gegen AIK Solna.

Dnjepr feiert seinen Captain Vitali Denisov nach dem 4:0 im letzten Gruppenspiel gegen AIK Solna. Bild: Keystone

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Sportdirektor Georg Heitz und Geschäftsführerin lächeln sich kurz zu, als in Nyon der Gegner ihres FC Basel gezogen ist. Sie machen damit gute Miene zum bösen Spiel. Mit Dnjepr Dnjepropetrowsk trifft der Schweizer Meister wie schon vor zwei Jahren auf einen sportlich starken Gegner, der einem beim Rückspiel am 21. Februar eine unangenehme Reise in den kalten Osten beschert. Die beiden werden wohl schmerzlich an den Pfostenschuss von Marco Streller am 6. Dezember zurückdenken. Hätte der Captain des FC Basel damals den Ball im Tor von Genk untergebracht, dann würde der Gegner VfB Stuttgart heissen – ein Traumlos. Obendrein würden bei einem Erfolg als nächstes Borussia Mönchengladbach oder Lazio Rom warten.

Der Konkjunktiv zählt aber nicht im Sport. Deshalb muss der FCB das Beste aus der Situation herausholen. Und das wäre das Weiterkommen. Im Achtelfinal würde nämlich der attraktive Sieger aus der Partie Zenit St. Petersburg - Liverpool warten – ein ungleich zugkräftigerer Gegner als die Ukrainer aus Dnjepropetrowsk. Das Hinspiel des Sechzehntelfinals am 14. Februar würde allerdings auch mit einem attraktiven Gegner wenig Zuschauer versprechen. «Das ist die Woche vor Fasnacht, die schwierigste Woche in Basel. Da sind die meisten in den Sportferien», erklärte FCB-Präsident Bernhard Heusler schon nach der Qualifikation für die Sechzehntelfinals.

Inkoom nur zweite Wahl

Da wäre doch willkommen, wenn man wenigstens mit einem bekannten Gesicht beim Gegner werben könnte. Und tatsächlich, mit Samuel Inkoom ist ein früherer Basler Publikumsliebling bei Dnjepr unter Vertrag. Das Problem daran: Inkoom spielt fast nie. Mickrige 26 Einsatzminuten im ukrainischen Cup durfte der Ghanaer in der laufenden Saison auf dem Rasen verbringen. Der Wechsel vom FCB nach Osteuropa im Januar 2011 hat dem Rechtsverteidiger zwar viel Geld, aber bisher noch nicht das sportliche Glück gebracht.

Dnjepropetrowsk spielt bisher eine starke Saison. In der Meisterschaft steht das Team des Spaniers Juande Ramos zwar deutlich hinter Leader Schachtar Donezk, aber vor dem Traditionsverein Dynamo Kiew auf Platz zwei. Und in der Europa League gewannen die Ukrainer die Gruppe F deutlich vor der SSC Napoli und dem PSV Eindhoven. Das wird eine harte Nuss für den FCB.

Yakins Respekt vor Ramos

Das weiss auch Trainer Murat Yakin. In einer ersten Reaktion aus den Ferien zeigt er vor allem grossen Respekt vor Trainer Ramos: «Er war bei grossen Clubs, bei Tottenham, ZSKA Moskau und natürlich bei Real Madrid.» Die Stärke von Dnjepropetrowsk im Februar sei sehr schwer einzuschätzen, weil die Ukrainer erst nach dem Duell mit dem FCB in die Saison steigen werden. Deswegen wird Yakin wie gewohnt das Hauptaugenmerk auf sein Team richten. «Wir haben uns in diesem Wettbewerb konstant gesteigert und werden mit grossem Selbstvertrauen in diese Begegnung gehen», meint der 38-Jährige und fügt an: «Dnjepr ist ein starker Gegner, aber wir werden top vorbereitet sein.»

Erstellt: 20.12.2012, 15:32 Uhr

FCB-Trainer Murat Yakin. (Bild: Keystone )

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