Yakin räumt bei GC auf

Wie der Trainer für eine spielerische Steigerung sorgen und wo er das Team noch verstärken will.

Will eine Steigerung: GC-Trainer Murat Yakin.

Will eine Steigerung: GC-Trainer Murat Yakin. Bild: Keystone

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Kurz vor dem Rückflug in die Schweiz wirkt Murat Yakin aufgeräumt. Was auch damit zu tun hat, dass der Trainer der Grasshoppers selbst aufgeräumt hat - in seiner Mannschaft. Andere Coaches mögen sich über Zugänge freuen; Yakin ist froh, dass er sich von Spieler trennen konnte: «Es war wichtig, dass wir einen Schnitt machen konnten.» Eigentlich hätte er das gerne schon kurz nach Amtsantritt im Herbst getan: «Aber damals wollte sich keiner bewegen.»

Das hat sich inzwischen nachhaltig geändert: Sechs bis sieben Spieler werden GC bis zum Rückrundenstart verlassen haben. Wohl auch, weil die ungewollten Profis gemerkt haben, wie konsequent Yakin seinen Weg geht. Das erste Ziel des 43-Jährigen lautet: «Die Zeiten der Wohlfühloase auf dem Campus sollen vorbei sein.»

Kreative Elemente für Yakin

So kommt es also, dass GC nach dem Umbruch im Sommer auf Bestreben des Trainers bereits den nächsten Umbau des Kaders erlebt. Und weil sich das Budget weiterhin im überschaubaren Rahmen bewegt, mag Yakin gar nicht erst ein Saisonziel ausgeben: «Das wäre falsch. Wir müssen noch so viel ändern und ergänzen. Ich bin mir mit der Clubführung einig, dass es Zeit braucht, bis diese Mannschaft zusammenwächst.»

Immerhin, mit Gjelbrim Taipi und Rifet Kapic hat Yakin zwei Neue erhalten, von denen er sagt: «Sie bringen uns das nötige kreative Element.» Und weil sich Marco Djuricin und Jeffrén von Verletzungen zurückgemeldet haben, sollte sich der Angriff wieder gefährlicher präsentieren als in den vier Ligaspielen vor der Winterpause, in denen bloss ein Tor erzielt wurde. Zudem sind die Hoppers weiterhin auf Stürmersuche. Wird einer gefunden, müsste mit Albion Avdijaj ein weiterer Spieler den Club verlassen.

Ein Cupspiel - oder doch zwei?

Yakin hat das Spiel seines Teams einer «klaren Analyse» unterzogen: «Wie schiessen wir Tore, wie erhalten wir sie?» Danach verspricht er, leicht im Widerspruch zu seinem Ruf als Trainer mit dem Hang zur gesicherten Defensive: «Spielerisch werden wir sicher um einiges besser sein.»

Und ein klein wenig schielt einer, der als Spieler und Trainer zehn Titel gewonnen hat, halt doch zu den Pokalen. Also sagt Yakin mit Blick auf den Cup: «Da ist es eine Frage von einem Spiel - oder vielleicht auch zwei.» Halbfinalgegner Ende Februar: Stadtrivale FCZ. (fra)

Zugänge: Kapic (Gorica/SLO), Lika (Schaffhausen), Rhyner (Schaffhausen), Taipi (St. Gallen). – Abgänge: Brahimi (Panionios/GRE), Munsy (Aue), Sigurjnsson (St. Gallen), Bahoui (?), Kamberi (?), Pickel (zum Test in Schaffhausen). (fra)

Erstellt: 24.01.2018, 17:22 Uhr

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