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Ajeti zementiert die Basler Leaderposition

Um in Lausanne wieder einmal einen 0:1-Rückstand zu drehen, brauchte der FC Basel das erste Tor von Arlind Ajeti – und den Platzverweis für Giovanni Sio.

Eine saubere Abwehrleistung, das Siegtor zum 2:1 in Unterzahl – Arlind Ajeti hat allen Grund zur Freude.
Eine saubere Abwehrleistung, das Siegtor zum 2:1 in Unterzahl – Arlind Ajeti hat allen Grund zur Freude.
Keystone
Die Basler Fans erklären, warum nicht mehr von ihnen nach Lausanne gereist sind: wegen der steigenden Eintrittspreise auf der Pontaise.
Die Basler Fans erklären, warum nicht mehr von ihnen nach Lausanne gereist sind: wegen der steigenden Eintrittspreise auf der Pontaise.
Keystone
Am Ende mussten die Lausanner trotz guter Leistung den Baslern beim Jubeln zusehen.
Am Ende mussten die Lausanner trotz guter Leistung den Baslern beim Jubeln zusehen.
Keystone
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Es scheint nicht ohne Undiszipliniertheit zu gehen, wenn Lausanne-Sport und der FC Basel aufeinander treffen. War es im Hinspiel noch die Würgeaktion von Valentin Stocker an Abdelouahed Chakhsi, welche den Meister in Unterzahl versetzte, liess sich auf der Pontaise Giovanni Sio gehen. Der Stürmer verlor nach einem Gerangel mit Guillaume Katz im Mittelfeld die Nerven und trat den am Boden liegenden Lausanner in den verlängerten Rücken – eine glasklare Tätlichkeit. Paradoxerweise hätte dem FCB aber nichts Besseres passieren können, als die 40 Minuten mit einem Mann weniger.

Der Leader war gegen den Tabellenletzten überhaupt nicht in die Gänge gekommen. «Wir mussten erst den inneren Schweinehund überwinden», gab Kay Voser zu. Die Champions-League-Partie gegen Schalke habe viel Energie absorbiert – körperlich und mental. Ganz anders die Lausanner, die hervorragend auf den FCB eingestellt war. Aus einer gut organisierten Defensive heraus lancierte das Team von Laurent Roussey blitzschnelle Angriffe. Der Führungstreffer durch Selim Khelifi, der nach einem schönes Zuspiel Yann Sommer stilsicher bezwang (14.), war nur die logische Konsequenz.

Platzverweis als Weckruf

Doch als Weckruf taugte der Verlusttreffer für die Basler noch nicht. Zwar hielten sie den Ball teils minutenlang in ihren Reihen, wussten aber nichts Konstruktives damit anzufangen. Der Ausgleich kurz vor der Pause kam mit einigem Glück zustande. Die Vorarbeit, eine schnelle Stafette über Serey Die, Sio und Delgado brachte Mohamed Salah in Abschlussposition. Der Schuss des Ägypters fand den Ball aus 22 Metern via rechten Pfosten und den Kopf von Lausanne-Goalie Kevin Fickentscher den Weg ins Tor. «Wir waren heute auf Augenhöhe mit Basel, das ist deshalb ganz bitter», sagte der Torhüter.

Nein, der rotblaue Wecker schellte erst in Form der Roten Karte für Sio. Auf diese Tätlichkeit liessen die Gäste ihre beste Phase folgen. Chance um Chance kreierte der Meister plötzlich, als wäre es das Einfachste der Welt. Den Bann brach schliesslich Arlind Ajeti, der eine lange Eckballflanke von Delgado per Kopf zum 1:2 vollendete. Dass Fickentscher diesmal beim Abwehrversuch ein eigener Verteidiger im Weg stand, passte zu dessen Nachmittag. «Es ist natürlich super, dass mir mein erstes Super-League-Tor überhaupt in Unterzahl zum 2:1 gelang», meinte ein überglücklicher Ajeti.

Ajetis Apero

Der Rest der Partie war so, wie man sich das im Vorfeld vorgestellt hatte. Lausanne rannte zunehmend frustriert an, demonstrierte aber eklatante Abschlussschwächen. Der FCB brachte den Sieg auch in Unterzahl mehr oder weniger ungefährdet über die Ziellinie. Weil die Grasshoppers in Thun nicht über ein 1:1 hinauskamen setzte sich der Meister vor der Länderspielpause an der Spitze der Super League ein erstes Mal von der Konkurrenz ab. Den Dreipunkte-Vorsprung auf GC – wenn auch bei einem Spiel mehr – können die Basler nun auf Kosten von Ajeti feiern. Der Youngster muss für sein erstes Tor in der ersten Mannschaft einen Apero spendieren.

Lausanne-Sport - FC Basel 1:2 (1:1)

Pontaise. – 4950 Zuschauer. – SR Erlachner. – Tore: 14. Khelifi (Ravet) 1:0. 39. Fickentscher (Eigentor, Salah) 1:1. 60. Ajeti (Corner Delgado) 1:2.Lausanne: Fickentscher; Chakhsi, Katz, De Pierro, Meoli (78. Dessarzin); Mevlja (68. Kadusi), Ekeng; Ravet, Khelifi, Facchinetti (56. Avanzini); Coly.Basel: Sommer; Voser, Ajeti, Ivanov, Safari; Frei; Salah (85. Sauro), Serey Die (74. Taulent Xhaka), Delgado (63. Stocker); Eineny; Sio.Bemerkungen: Lausanne ohne Banana (gesperrt), Feindouno, Gabri, Sonnerat, Tafer und Zambrella (alle verletzt). Basel ohne Diaz und Schär (beide verletzt) und Streller (geschont); Pak nicht im Aufgebot. 50. Rote Karte gegen Sio (Tätlichkeit). Verwarnungen: 50. Katz (Foul), 64. Ajeti (Foul). 92. De Pierro (Reklamieren). 93. Chakhsi (Foul). 93. Safari (Unsportlichkeit). Boykott der Basel-Fans gegen zu hohe Eintrittspreise.

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