Juve-Aktien brechen nach Vorwürfen gegen Ronaldo ein

Nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Cristiano Ronaldo lagen die Aktien von Juventus Turin am Freitag bei Börsenschluss beinahe zehn Prozent im Minus.

Weist die Vorwürfe zurück: Cristiano Ronaldo beim Champions-League-Spiel gegen YB. (2. Oktober 2018) AP Photo/Luca Bruno

Weist die Vorwürfe zurück: Cristiano Ronaldo beim Champions-League-Spiel gegen YB. (2. Oktober 2018) AP Photo/Luca Bruno

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Unter dem Eindruck von Vergewaltigungsvorwürfen gegen den portugiesischen Fussballstar Cristiano Ronaldo sind die Aktien seines Clubs Juventus Turin an der Mailänder Börse eingebrochen. Die Papiere lagen am Freitag bei Börsenschluss fast zehn Prozent im Minus. Sie notierten bei 1,19 Euro. Ronaldos Wechsel nach Turin hatten die Titel des italienischen Rekordmeisters zwischenzeitlich beflügelt. So erreichten die Aktien am 20. September ihren bisherigen Höchststand von gut 1,80 Euro.

Ronaldo selbst weist den ihm zur Last gelegten Vergewaltigungsvorwurf zurück. Die Polizei in Las Vegas hatte am Montag die Wiederaufnahme von Untersuchungen zu den Anschuldigungen der Klägerin Kathryn Mayorga bekanntgegeben. Die heute 34-Jährige wirft dem Fussballstar vor, sie im Juni 2009 in einem Hotel in Las Vegas vergewaltigt zu haben. Sie fordert mindestens 200'000 Dollar an Schadenersatz.

Keine Meinungsänderung

Juventus Turin hatte sich am Donnerstag hinter den fünfmaligen Weltfussballer gestellt und im Internetdienst Twitter erklärt, Ronaldo habe die vergangenen Monate seine «hohe Professionalität und Hingabe» gezeigt. Die mutmasslichen Vorfälle von vor zehn Jahren «ändern diese Meinung nicht», hiess es. Juve-Trainer Massimiliano Allegri sagte am Freitag, der Stürmer sei bereit für einen Einsatz im Punktspiel der Serie A bei Udinese Calcio.

Sponsoren zeigten sich derweil beunruhigt. «Wir sind zutiefst besorgt angesichts der beunruhigenden Anschuldigungen», sagte ein Sprecher des Sportartikelherstellers Nike der Nachrichtenagentur AFP. Die Lage werde nun intensiv verfolgt. EA Sports, der Herausgeber der Videospielreihe Fifa, sprach ebenfalls von einer «beunruhigenden» Situation. (sda)

Erstellt: 06.10.2018, 03:19 Uhr

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