Zum Hauptinhalt springen

Arsenal distanziert sich von Özil-Tweet

Mesut Özil äusserte auf Twitter Kritik an den muslimischen Staaten. Arsenal hatte an den Worten seines Spielers keine Freude.

Arsenal-Spieler Mesut Özil hat hatte in einem Tweet die muslimischen Staaten für ihre Zurückhaltung kritisiert. Seine Meinung äusserten sich die Staaten zu wenig zur Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China
Arsenal-Spieler Mesut Özil hat hatte in einem Tweet die muslimischen Staaten für ihre Zurückhaltung kritisiert. Seine Meinung äusserten sich die Staaten zu wenig zur Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China
Andy Rain, Keystone
Auch wenn sich der Club von seinem Spieler aufgrund des politischen Statements distanziert hat, erhält der Spieler Support in der kasachischen Stadt Turkestan.
Auch wenn sich der Club von seinem Spieler aufgrund des politischen Statements distanziert hat, erhält der Spieler Support in der kasachischen Stadt Turkestan.
Tolga Bozoglu, Keystone
Türkische und uigurische Demonstranten hielten Bilder des Spielers in die Luft.
Türkische und uigurische Demonstranten hielten Bilder des Spielers in die Luft.
Tolga Bozoglu, Keystone
1 / 3

Der englische Premier-League-Club FC Arsenal hat sich von einem Tweet seines Spielers Mesut Özil zur Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China distanziert. Der Inhalt sei die persönliche Meinung von Özil, schrieb der Club auf dem chinesischen Mikroblogging-Dienst Weibo. Arsenal halte sich indes an das Prinzip, keine politischen Statements abzugeben.

Özil hatte in einem Tweet die muslimischen Staaten für ihre Zurückhaltung kritisiert. In türkischer Sprache bemängelte der Ex-Weltmeister das «Schweigen der muslimischen Brüder», während das Thema von westlichen Regierungen und Medien aufgegriffen worden sei.

Nach offiziell unbestätigten Schätzungen sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die China allerdings nur als Fortbildungszentren beschreibt. Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus und Separatismus vor.

Die Reaktion von Arsenal könnte laut eines Berichts des «Guardian» auch wirtschaftliche Interessen haben. Demnach sei der Club in China an einer Restaurantkette beteiligt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch