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Atléticos Tiger biss wieder zu

Wie 2010 sicherte sich Atlético Madrid den Titel in der Europa League. In Bukarest schlugen die Hauptstädter im spanischen Duell Athletic Bilbao 3:0.

Wieder einmal die überragende Figur: Falcao erzielte die ersten beiden Treffer für Atletico Madrid.
Wieder einmal die überragende Figur: Falcao erzielte die ersten beiden Treffer für Atletico Madrid.
Keystone

Der überragende Falcao sorgte mit einer Doublette vor der Pause für die Entscheidung. Das dritte Tor schoss Diego.

Die Geschichte des Finals schrieb natürlich er. Radamel Falcao. «El Tigre» nennen sie den Kolumbier in Spanien. Und wie im Endspiel des letzten Jahres, das er für den FC Porto entschied (1:0 gegen Braga), biss der Tiger auch im Final dieser Saison zu. Nach sieben Minuten lief Falcao rechts in den Strafraum, legte sich den Ball im Zweikampf mit Amorebieta auf den linken Fuss und schlenzte den Ball in die entfernte hohe Ecke. Und schon in der 34. Minute sorgte er für die frühe Entscheidung. Adrian Lopez legte ihm den Ball sechs Meter vor dem Tor auf. Doch dann drückte Falcao nicht einfach ab. Er dribbelte noch einmal, düpierte zwei Gegenspieler und bezwang Bilbaos Keeper Gorka Iraizoz mit links zum zweiten Mal.

Falcao der überragende Mann des Wettbewerbs

Es waren zwei stupende Treffer, welche den Parcours von Atletico und von Falcao krönten. Der Triumph im Final war der zwölfte Sieg in Folge in der Europa League für die Hauptstädter. Und für Falcao waren es die Tore 11 und 12 im europäischen Wettbewerb. Damit ist er erneut Topskorer der Europa League; wenn auch nicht mehr mit einem Rekordwert wie vor Jahresfrist (17 Tore).

Atletico Madrid siegte auch in dieser Höhe verdient. Es legte einen fulminanten Start hin und kontrollierte nach der Pause mit der 2:0-Führung im Rücken den Gegner souverän. Der Argentinier Diego Simeone, der die Mannschaft erst seit Anfang Jahr trainiert, hatte sein Team perfekt auf den von Landsmann Marcelo Bielsa trainierten Gegner eingestellt. Bilbao konnte sein in den letzten Wochen bewundertes Kombinationsspiel nie aufziehen. Ohne destruktiv aufzutreten, legte Atletico immer wieder geschickt ein engmaschiges Abwehrnetz über die Basken. Bilbaos Goalgetter Fernando Llorente, immerhin siebenfacher Torschütze in der Europa League, war weitgehend wirkungslos, weil seine Zuträger nie ins Spiel fanden.

Gute Aussichten für Atletico

Das grosse Talent Muniain setzte sich auf dem rechten Flügel kaum in Szene. Sein einziger Abschluss war ein Weitschuss vor der Pause. So hatte der Sturmpartner von Llorente und Muniain, Susaeta, die beste Chance für Bilbao. Sein Abschluss aus wenigen Metern prallte jedoch am Oberschenkel von Atleticos Torhüter Thibaut Courtois ab (79.).

Atleticos Bemühungen waren effizienter. Der Brasilianer Diego, zuletzt mit zwei schwachen Jahren bei Juventus Turin und in Wolfsburg, ist an der Seite von Falcao aufgeblüht. Er spielte schnörkellos und verteilte die Bälle geschickt. Mit seinem Solo zum 3:0 setzte Diego in der 85. Minute verdientermassen auch noch ein zählbares persönliches Zeichen. Fünf Minuten vor Diegos Schlusspunkt hatte Falcao, auch er nach einem weiteren sehenswerten Dribbling, nur den Pfosten getroffen.

So endet die Saison von Atletico Madrid im Crescendo. In der Weihnachtspause stand das Team in der Primera Division auf Platz 11 und war soeben aus dem Cup ausgeschieden. Jetzt hält es die Europa-League-Trophäe in den Händen und greift am kommenden Wochenende in der letzten Runde der Meisterschaft nach Platz 4 und der Champions-League-Qualifikation. Der Rückstand auf Malaga beträgt nur noch zwei Punkte. Es wäre interessant zu sehen, was das starke Kollektiv der Madrilenen mit den beiden überragenden Individualisten Falcao und Diego im Elitewettbewerb zu leisten imstande ist.

si

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