«Auch als Spieler musste ich auf Geld warten»

Petar Aleksandrow ist nach dem Abgang von Patrick Rahmen Interimscoach beim FC Biel. Das sagt der Bulgare zu den chaotischen Zuständen im Club.

Biels Interimscoach Petar Alexandrow.

Biels Interimscoach Petar Alexandrow. Bild: Keystone

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Beim FC Biel herrscht das Chaos. Die Belegschaft wartet auf Löhne, der Trainer hat sich am Donnerstag kurzerhand verabschiedet – Patrick Rahmen zieht es vor, fortan in Luzern Markus Babbel zu assistieren. Vorübergehend übernimmt beim Fünften der Challenge League Petar Aleksandrow das Kommando. Heute Abend debütiert er als Chef im Heimspiel gegen Chiasso.

Petar Alexandrow, Sie warten auch auf Geld und machen trotzdem weiter. Haben Sie nicht an einen vorzeitigen Abgang gedacht?
Nein, und für mich steht auch fest, dass ich nicht aufhöre. Es ist eine unangenehme Situation, in die wir geraten sind, auch ich habe seit zwei Monaten kein Salär mehr erhalten. Aber ganz neu ist sie für mich nicht. Als Spieler bei Xamax und Luzern habe ich Ähnliches erlebt und musste zeitweise auf Geld warten. Ich verlasse den FC Biel jetzt sicher nicht und werde mich auch nicht negativ über die Leute äussern, die involviert sind. Ich sehe das Ganze als Chance für mich.

Wenn es überhaupt weitergeht.
Davon gehe ich auf jeden Fall aus. Obwohl ich nicht mit Fakten belegen kann, dass es wirklich so sein wird. Aber mein Gefühl sagt mir, dass es weitergeht. Und wenn man mich längerfristig als Trainer möchte: Ich besitze die Uefa-Pro-Lizenz und kann mir vorstellen, über den Sommer hinaus zu bleiben. Und wenn es anders kommt, kommt es anders, ich bin ganz entspannt. Mich kann nichts mehr aus dem Gleichgewicht bringen.

Hat Patrick Rahmen die Mannschaft im Stich gelassen?
Ich war schon etwas überrascht von seinem Entscheid, aber ich kann ihm deswegen nicht böse sein. Auch das ist ein Teil des Geschäfts: Heute bist du hier, morgen an einem andern Ort und übermorgen ziehst du weiter. Das habe ich Rahmen auch gesagt.

Wie verhalten sich die Spieler in dieser schwierigen Phase?
Sie sind enttäuscht, klar, aber ist das nicht normal? Ich kann nur den Hut ziehen, wie sie mitziehen. Sie lassen im Training die Köpfe nicht hängen, und ich erwarte, dass sie sich gegen Chiasso auch positiv präsentieren.

Erstellt: 27.02.2016, 09:19 Uhr

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