Bales Zeit bei Real läuft ab

Gareth Bale und Zinédine Zidane – diese Beziehung steht unter einem schlechten Stern. Die Trennung zwischen Real Madrid und dem umstrittenen Stürmer steht bevor.

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Die Bilanz von Gareth Bale bei Real Madrid lässt sich zwar durchaus sehen: 2013 für die damalige Rekord-Ablösesumme von rund 100 Millionen Euro gekommen, erzielte der unterdessen 29-jährige Waliser in 227 Spielen 102 Tore und holte mit den Madrilenen 14 Titel. Dennoch war er nie unumstritten. 22 Mal war er verletzt, spanisch spricht er noch immer nicht. Im Februar stand er als Ersatzspieler aufreizend herum, anstatt sich aufzuwärmen und verweigerte danach den Torjubel. Zuletzt wurde er vom eigenen Publikum ausgepfiffen.

Zidane lässt es jene Spieler, die bei ihm schlechte Karten haben, deutlich spüren. Beim mageren 1:1 bei Leganes am Montag kamen Dani Ceballos und Marcos Llorente gar nicht zum Einsatz, Bale schmorte 80 Minuten lang auf der Ersatzbank. Kein gutes Zeichen. Noch anfangs Saison durfte sich Bale Hoffnungen machen, aus dem Schatten Cristiano Ronaldos treten zu können. Zidane hatte Ende der Saison 2018 seinen Rücktritt gegeben, doch Bale konnte sich weder unter Julen Lopetegui noch unter Santiago Solari wirklich aufdrängen. Zuletzt stand er unter Zidane zwar ein paar Mal in der Startformation, doch die Fronten zwischen den beiden scheinen endgültig verhärtet.

Reals Einkaufszettel

Noch ist von Seiten Reals nichts offiziell, doch laut «Real-Total» plant Präsident Florentino Pérez, Bale zu verkaufen. Zidane vermeidet weiterhin klare Aussagen. Noch sollen die Wackelkandidaten die Chance haben, sich in den restlichen Meisterschaftsspielen für die kommende Saison aufzudrängen. Ob Bale seine Chancen in den zehn Minuten, in denen er am Montag mittun durfte, verbessern konnte, darf bezweifelt werden.

Kein Geheimnis ist, dass Spaniens Rekordmeister aufrüsten will: Auf dem Einkaufszettel stehen Namen wie Eden Hazard (Chelsea), Paul Pogba (Manchester United), Christian Eriksen (Tottenham), João Félix (Benfica Lissabon) und Luka Jovic (Eintracht Frankfurt). Kylian Mbappé und Neymar (beide Paris Saint-Germain) werden im Zusammenhang mit Real immer genannt. Ob da für Bale noch Platz vorhanden ist, scheint äusserst fraglich. Die Zeit des Walisers bei Real scheint abgelaufen zu sein. Zumal Madrid die Millionen aus einem Bale-Verkauf für die Transfer-Offensive benötigt. (rom)

Erstellt: 16.04.2019, 12:25 Uhr

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