Dortmund besiegt den Leader – Bayern nur mit Unentschieden

Beim 1:o-Sieg des BVB gegen Mönchengladbach stehen sechs Schweizer Spieler in den Startaufstellungen. Bayern München kassiert in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer.

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Es war ein Treffen unter Landsleuten. Nur freundschaftlich blieb es trotzdem nicht zwischen Dortmund und Gladbach, wo gleich sechs Schweizer von Beginn weg spielten und der Dortmunder Trainer Lucien Favre einen Sieg benötigte, um der aufkommenden Kritik zu begegnen.

So viele Schweizer auch involviert waren, ein Deutscher entschied die Partie. Marco Reus war bereits vor der Pause ein Tor wegen einer kaum sichtbaren Abseitsstellung aberkannt worden. Zum Glück für Yann Sommer, der nicht gut ausgesehen hatte. Bei Reus` zweitem Tor in der 58. Minute kam dem Schweizer Goalie der Video Assistent nicht mehr zu Hilfe.

Mit Breel Embolo hätte ein Basler die Partie in andere Bahnen lenken können. Aber er scheiterte vor der Pause zweimal am Berner Roman Bürki, der ihn jeweils stark mit dem Fuss stoppte und den Abend doch nicht nur glücklich beendete. In der 70. Minute musste der Goalie mit einer Knieverletzung vom Feld. Ersetzt wurde er vom siebten Schweizer Spieler des Abends, Marwin Hitz. Und der durfte in der 89. Minute mit einem Reflex gegen Florian Neuhaus ebenfalls zum Matchwinner werden.

Auch dank ihm schaffte es Dortmund erstmals nach drei Spielen in der Bundesliga wieder einen Vorsprung über die Zeit zu retten und bis auf einen Punkt an Leader Gladbach heran zu rücken.

Bayern verliert Punkte und Süle

Die Anfangs- und die Schlussminute kostete Bayern München in Augsburg den Sieg. Nur 32 Sekunden waren gespielt, als Marco Richter den Aussenseiter in Führung schoss. Nach zwölf Minuten folgte der zweite Schock für Bayern: Innenverteidiger Niklas Süle musste mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden, für ihn kam David Alaba ins Spiel. Süle verliess das Stadion auf Krücken. Trainer Niko Kovac befürchtet, dass sich der 24-Jährige eine schwere Verletzung zugezogen hat. «Das Gefühl ist auf keinen Fall positiv.»

Nur zwei Minuten nach dem Wechsel glich Robert Lewandowski per Kopfball aus und sorgte für einen Ligarekord. Der Pole, mittlerweile mit zwölf Saisontoren, traf an den ersten acht Spieltagen. Das war zuvor nur Pierre-Emerick Aubameyang für Borussia Dortmund in der Saison 2015/16 gelungen.

Kurz nach Wiederanpfiff (49. Minute) schoss Serge Gnabry die Münchner in Führung. Diese hielt an – bis zur 91. Minute. Da passte der 21-jährige Luzerner Ruben Vargas den Ball auf Sergio Cordova, dieser setzte sich gegen Lucas Hernandez durch und brachte den Ball zur Mitte. Augsburg-Stürmer Alfred Finnbogason brauchte nur noch einzuschieben.

Mit dem 2:2-Unentschieden verpasst der Rekordmeister den vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga. Die beiden Gladbach-Verfolger RB Leipzig und VfL Wolfsburg trennten sich 1:1. Für Augsburg spielten Rechtsverteidiger Stephan Lichtsteiner und Vargas auf dem linken Flügel durch.

Fischers Union stoppt Negativserie

Auch an der Alten Försterei sahen die Zuschauer einen Blitzstart. Marius Bülter brachte Union Berlin in der ersten Spielminute gegen den SC Freiburg mit einem platzierten Schuss aus 25 Metern in Führung. Es war der perfekte Start für Union nach einer Niederlagenserie von vier Spielen. Das Team von Urs Fischer hielt den Druck hoch, Marcus Ingvartsen traf in der 10. Minute den Pfosten.

Nachdem Union erstmals in der ersten Liga mit einer Führung in die Pause gegangen war, betrieben die Hausherren hohen Aufwand, um für eine Vorentscheidung zu sorgen. Vor dem Tor fehlte jedoch lange die letzte Konsequenz. Freiburg-Trainer Christian Streich versuchte, mit der Einwechslung von Nils Petersen für Belebung in der Offensive zu sorgen. Das gelang jedoch erst mit Verzögerung nach gut 70 Minuten. Union hatte in der Schlussphase zwar weniger Spielanteile, sorgte aber kurz vor Schluss für die Vorentscheidung. Der starke dänische Offensivspieler Ingvartsen erzielte in der 84. Minute das 2:0.

Somit beendete der Aufsteiger mit seinem zweiten Saisonsieg den Höhenflug von Freiburg. Mit sieben Punkten verliessen die Berliner den Relegationsrang.

Mbabu startet für Wolfsburg

In den weiteren Partien trennten sich Leipzig und Wolfsburg sowie Werder Bremen und Hertha Berlin 1:1-Unentschieden. Werder und Hertha drohen den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren, für Werder war es das dritte Unentschieden in Serie. Michael Lang kam für Werder nicht zum Einsatz, Yvon Mvogo sass bei Leipzig auf der Bank. Bei Wolfsburg spielte Kevin Mbabu durch, er stand erstmals in der Startaufstellung. Renato Steffen wurde in der 68. Minute eingewechselt, Admir Mehmedi fehlte verletzt. Die Berliner warten nun schon seit zwölf Ligaspielen auf einen Sieg gegen Bremen.

Fortuna Düsseldorf gewann gegen Mainz 1:0. Negativ fiel der Schweizer Edimilson Fernandes auf. Nach 31 Minuten sah er nach einem harten Foul die Gelbe Karte, in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde er ebenfalls wegen eines Fouls erneut verwarnt und wurde des Feldes verwiesen.

Resultate: Dortmund - Mönchengladbach 1:0. Leipzig - Wolfsburg 1:1. Bremen - Hertha Berlin 1:1. Düsseldorf - Mainz 1:0. Augsburg - Bayern München 2:2. Union Berlin - Freiburg 2:0. Dortmund - Mönchengladbach 18.30.

Rangliste: 1. Mönchengladbach 8/16. 2. Wolfsburg 8/16. 3. Bayern 8/15. 4. Dortmund 8/15. 5. Leipzig 8/15. 6. Schalke 04 7/14. 7. Freiburg 8/14. 8. Frankfurt 8/14. 9. Leverkusen 8/14. 10. Hertha Berlin 8/11. 11. Bremen 8/9. 12. Hoffenheim 7/8. 13. Düsseldorf 8/7. 14. Union Berlin 8/7. 15. Augsburg 8/6. 16. Mainz 05 8/6. 17. Köln 7/4. 18. Paderborn 7/1.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier: (fra/dpa/red)

Erstellt: 19.10.2019, 18:20 Uhr

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