Bayern und BVB kämpfen im Fernduell um den Titel

Erstmals seit 2009 wird das Meisterrennen am letzten Bundesliga-Spieltag entschieden. Fängt Lucien Favre mit Dortmund den Titelverteidiger auf der Ziellinie noch ab?

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Die Ausgangslage vor der 34. Runde der Bundesliga ist klar: Holt Bayern im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt einen Punkt, werden die Münchner unabhängig vom Ausgang der Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund dank der klar besseren Tordifferenz zum siebten Mal in Folge die Meisterschale in Empfang nehmen. Die Spiele der Schlussrunde werden um 15.30 Uhr angepfiffen.

«Im Winter haben wir gehofft, dass wir die Chance bekommen, am letzten Spieltag Meister zu werden. Jetzt haben wir sie», sagte Bayern-Trainer Niko Kovac. Neun Punkte lag der Serienmeister kurz vor Weihnachten hinter dem BVB zurück, dank einer starken Rückrunde haben die Münchner den Rivalen aus dem Ruhrpott ein- und überholt. Kovac sieht seine Mannschaft im Heimspiel gegen seinen ehemaligen Club Eintracht Frankfurt in der klar besseren Position: «Wir können es selbst entscheiden!»

Die Unwägbarkeiten des Fussballs und die verrückten Wenden in letzter Sekunde in den Halbfinals der Champions League beflügeln die Fantasie und liefern den Dortmunder Machern die Basis für Sticheleien Richtung München. «Es geht um Dynamiken, die entstehen», sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc: «Wenn wir in Führung gehen würden, könnte das etwas auslösen.» Erfahrung mit Wenden in letzter Sekunde hat auch Trainer Lucien Favre. 2006 entriss er mit dem FC Zürich dank dem Siegtreffer im St.-Jakob-Park in der 93. Minute Basel den Titel in letzter Sekunde.

Hütter droht mit Frankfurt der Gau

Auch für Mönchengladbach und Frankfurt geht es um viel. Beiden bietet sich noch die Chance, Rang 4 und damit die Champions League zu erreichen. Lachender Dritter könnte am Ende Bayer Leverkusen sein, das auswärts gegen Hertha Berlin antritt. Bei den Berlinern, für die es um nicht mehr viel geht, wird Fabian Lustenberger nach zwölf Jahren verabschiedet.

Den Frankfurter Europa-League-Helden droht gar der Gau. Verliert das Team von Adi Hütter und siegen Wolfsburg gegen Augsburg und Hoffenheim in Mainz, verpasst die Eintracht trotz einer herausragenden Saison das internationale Geschäft. «Ich habe Platz 8 grundsätzlich nicht in meinem Kopf, weil ich bis zum Schluss an meine Mannschaft glaube und daran, dass wir das Ziel, international zu spielen, erreichen können», sagte der ehemalige YB-Meistertrainer Hütter. (ddu/sda)

Erstellt: 18.05.2019, 12:33 Uhr

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