Bayern zittert um Leroy Sané

Der umworbene Fussballer verletzt sich im englischen Supercup schon kurz nach dem Anpfiff am Knie. Wie schwer die Blessur ist, steht noch nicht fest.

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Leroy Sané griff sich sofort ans rechte Knie. Das Gesicht war schmerzverzerrt. Der deutsche Nationalspieler, der kurz vor einem Wechsel zu Bayern München stehen soll, musste im englischen Supercup nach nur zwölf Minuten verletzt ausgewechselt werden. Im Laufduell mit Liverpools Trent Alexander-Arnold war der 23-Jährige von Manchester City zu Fall gekommen. Nach einer mehrere Minuten andauernden Behandlung humpelte Sané schliesslich begleitet von den Teamärzten vom Rasen des Wembley-Stadions.

Die Schwere der Verletzung war zunächst nicht klar. In München dürften die Bilder aus Londons dennoch mit grosser Sorge verfolgt worden sein. Genau dieses Szenario sollte verhindert werden: Einen Tag vor dem Final berichtete die «Bild» noch, dass ein Einsatz von Sané am Supercup nicht geplant sei – damit keine Verletzung seinen Wechsel gefährdet. Als der 23-Jährige ausgewechselt wurde, warf er vorwurfsvolle Blicke Richtung Guardiola. Auf die Frage, ob er sich mit dem Offensivspieler gestritten habe, sagte der einstige Bayern-Coach kopfschüttelnd: «Ich habe mir Sorgen wegen seiner Verletzung gemacht.»

Der spanische Trainer sagte nach dem Spiel über die Verletzung: «Der erste Eindruck war nicht gut, aber ich glaube, es ist nicht schlimm.» Das genaue Ausmass der Verletzung kenne er aber nicht, fügte der 48-Jährige hinzu. «Ich warte ab, was die Ärzte sagen», betonte Guardiola, «aber ich glaube, ihm geht es gut.» Nach der Partie verliess Sané leicht bandagiert das Londoner Wembleystadion und äusserte sich nicht.

Auch beim Dortmunder 2:0 gegen den FC Bayern beim deutschen Supercup am Samstagabend war Sané Gesprächsthema. Zu den neuesten Gerüchten über einen kurz bevorstehenden Wechsel sagte Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic vor dem Spiel allerdings so wenig wie möglich. «Wir werden nichts kommentieren. Wir werden nichts zum Transfermarkt sagen. Solange, bis es etwas zu verkünden gibt», äusserte der Ex-Profi beim Streamingdienst DAZN. Die Kölner Zeitung «Express» hatte berichtet, Sané werde spätestens am Mittwoch beim deutschen Rekordmeister vorgestellt.

Am Montag berichtete «The Independent», der deutsche Nationalspieler favorisiere einen Wechsel von Manchester City nach München, verschliesse sich aber auch nicht einem Verbleib beim englischen Meister.

Guardiola will Sané behalten

Trotz der anhaltenden Wechsel-Spekulationen für angeblich weit über 100 Millionen Euro setzte City-Trainer Pep Guardiola auf Sané als linken Flügel in der Startelf. Der frühere Bayern-Coach hatte bei der Pressekonferenz für das Community Shield gegen Jürgen Klopps Liverpool am Freitag noch zu der grossen Sommer-Transfer-Saga Stellung genommen. «Niemand hat gesagt, dass er gehen will. Er ist unser Spieler und wir wollen, dass er bleibt», sagte Guardiola.

Zuletzt hatten mehrere Medien berichtet, dass Sané zu einem Wechsel zum deutschen Rekordmeister bereit sei. Eine angebliche Einigung mit dem Spieler hatte der FC Bayern daraufhin umgehend dementiert. Sané hat bei Manchester City noch Vertrag bis 2021. Bei einem Transfer würde er zum mit Abstand teuersten Bundesliga-Spieler werden. (dpa/red)

Erstellt: 04.08.2019, 17:13 Uhr

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