Becker mit Federer auf Kuschelkurs

Boris Becker schlägt in Melbourne vor dem Halbfinal zwischen Roger Federer und Novak Djokovic neue Töne an.

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Roger Federer kann der Gesellschaft von Boris Becker nicht viel abgewinnen. Erst recht seit sich der Coach von Novak Djokovic immer anschickt, über die Medien mit kleinen Sticheleien für Aufmerksamkeit zu sorgen. Nun versucht die deutsche Tennislegende, den Schweizer Grand-Slam-Rekordhalter verbal wieder in die Arme zu schliessen. «Roger ist ein Phänomen. Wie er mit 34 Jahren noch immer diese Motivation, diesen Ehrgeiz, diese Klasse hat, sucht seinesgleichen. Ich muss nicht unterstreichen, dass er 17 Grand-Slam-Turniere gewonnen hat und mehr als 300 Wochen die Nummer eins war», sagte Becker in einem Interview mit Eurosport.

In dem TV-Gespräch mit dem Sportsender zeigt sich Becker von Federers Leidenschaft beeindruckt: «Es ist aussergewöhnlich, mit wie viel Mut und Kraft er bei der Sache ist.» Federer sei zudem ein Perfektionist. «Wenn er diesen Charakterzug nicht hätte, dann hätte er nicht so viel gewonnen in seinem Leben.» Weise Worte von Becker, vielleicht aber auch nur Kalkül. Gut möglich, dass der 48-Jährige mit dem Kuschelkurs Federer vor dem Halbfinal mit Djokovic das Feuer nehmen will. Federer selbst dürfte Beckers Ehrerbietung mit Distanz zur Kenntnis nehmen. Für gewöhnlich, lässt sich der Maestro nicht auf die Äusserungen des sechsfachen Majorsiegers ein.

Während des letztjährigen US Open behauptete Becker, dass er zu seiner Aktivzeit auf den Sabr-Return von Federer mit einem Schuss auf den Körper geantwortet hätte. Fast hämisch sagte er: «Hätte Roger den Schlag gegen McEnroe, Lendl, Connors oder mich ausgepackt, hätten wir gesagt: Roger, ganz ehrlich, ich mag dich sehr, aber noch einmal, und ich ziele voll auf dich!» Zuvor hatte Becker behauptet, dass es ein offenes Geheimnis sei, dass Djokovic und Federer nicht die besten Freunde seien. Und in einem seiner Bücher behauptet Becker, dass Federer gar nicht so nett sein könne, wie viele Leute denken.

Erstellt: 28.01.2016, 07:54 Uhr

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