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Begegnungen mit Köbi Kuhn

Neun Episoden aus dem Leben des verstorbenen Zürchers. Von der Nacht in Istanbul bis hin zum Stammplatz in Uitikon-Waldegg.

Thomas Schifferle und Fredy Wettstein
Am 26. November stirbt Köbi Kuhn mit 76 Jahren.
Am 26. November stirbt Köbi Kuhn mit 76 Jahren.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Kuhn hatte in den letzten Monaten Probleme mit seiner Lunge, zudem war bei ihm 2011 eine Alters-Leukämie diagnostiziert worden: Köbi Kuhn beim Löwen in Uitkon, Waldegg. (6. April 2011)
Kuhn hatte in den letzten Monaten Probleme mit seiner Lunge, zudem war bei ihm 2011 eine Alters-Leukämie diagnostiziert worden: Köbi Kuhn beim Löwen in Uitkon, Waldegg. (6. April 2011)
Reto Oschger
Abgesehen von einem zweimonatigen Abstecher zu Stadtrivale GC verbrachte Kuhn seine gesamte Aktivzeit beim FCZ.
Abgesehen von einem zweimonatigen Abstecher zu Stadtrivale GC verbrachte Kuhn seine gesamte Aktivzeit beim FCZ.
STR, Keystone
Von 1962 bis 1977 gewann er mit den Zürchern sechsmal den Meistertitel und fünfmal den Schweizer Cup: Kuhn (r.) im Laufduell mit FCB-Legende Karl Odermatt im April 1970.
Von 1962 bis 1977 gewann er mit den Zürchern sechsmal den Meistertitel und fünfmal den Schweizer Cup: Kuhn (r.) im Laufduell mit FCB-Legende Karl Odermatt im April 1970.
Keystone
Für die Nationalmannschaft bestritt Kuhn 63 Länderspiele.
Für die Nationalmannschaft bestritt Kuhn 63 Länderspiele.
STR, Keystone
Vor seiner Berufung zum Nati-Trainer kümmerte sich Köbi Kuhn um den Nachwuchs. Er betreute Spieler wie Tranquillo Barnetta, Valon Behrami und Philippe Senderos bereits in der U-21-Nationalmannschaft.
Vor seiner Berufung zum Nati-Trainer kümmerte sich Köbi Kuhn um den Nachwuchs. Er betreute Spieler wie Tranquillo Barnetta, Valon Behrami und Philippe Senderos bereits in der U-21-Nationalmannschaft.
Lukas Lehmann, Keystone
2001 wurde Kuhn Nationaltrainer, er führte die Schweiz 2004 nach acht Jahren wieder an eine EM; Kuhn wird – einen Tag vor seinem 60. Geburtstag – von seinem Team nach der gelungenen Qualifikation zur Euro 2004 gefeiert. Die Schweiz gewann in Basel mit 2:0 gegen Irland.
2001 wurde Kuhn Nationaltrainer, er führte die Schweiz 2004 nach acht Jahren wieder an eine EM; Kuhn wird – einen Tag vor seinem 60. Geburtstag – von seinem Team nach der gelungenen Qualifikation zur Euro 2004 gefeiert. Die Schweiz gewann in Basel mit 2:0 gegen Irland.
Walter Bieri, Keystone
In der «Nacht von Istanbul» gelang Köbi Kuhn mit der Schweiz die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. Die Partie ging als Skandalspiel in die Geschichte ein: Nach dem Spiel stürmte das Trainergespann in die Katakomben, wo es auch zu Tumulten kam. (16. November 2005)
In der «Nacht von Istanbul» gelang Köbi Kuhn mit der Schweiz die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. Die Partie ging als Skandalspiel in die Geschichte ein: Nach dem Spiel stürmte das Trainergespann in die Katakomben, wo es auch zu Tumulten kam. (16. November 2005)
Karl Mathis, Keystone
Köbi Kuhn in Bad Bertrich. Hier hatte die Schweiz ihr Quartier während der WM 2006. Noch heute gibt es den Köbi-Kuhn-Trainingsweg.
Köbi Kuhn in Bad Bertrich. Hier hatte die Schweiz ihr Quartier während der WM 2006. Noch heute gibt es den Köbi-Kuhn-Trainingsweg.
Reto Oeschger
Köbi Kuhn gewann den «Swiss Award» und wurde mit den meisten Stimmen des Fernsehpublikums am 13. Januar 2007 im Zürcher Hallenstadion zum Schweizer des Jahres 2006 gekürt.
Köbi Kuhn gewann den «Swiss Award» und wurde mit den meisten Stimmen des Fernsehpublikums am 13. Januar 2007 im Zürcher Hallenstadion zum Schweizer des Jahres 2006 gekürt.
Walter Bieri, Keystone
In seinem letzten Spiel als Nati-Trainer, am 15. Juni 2008, konnte Köbi Kuhn noch einmal einen Erfolg feiern: Die bedeutungslose EM-Partie in Basel gegen Portugal ging mit 2:0 an die Schweizer.
In seinem letzten Spiel als Nati-Trainer, am 15. Juni 2008, konnte Köbi Kuhn noch einmal einen Erfolg feiern: Die bedeutungslose EM-Partie in Basel gegen Portugal ging mit 2:0 an die Schweizer.
Laurent Gillieron, Keystone
Die Spieler dankten ihrem Coach, denn sie wussten, dass damit eine Ära im Schweizer Fussball definitiv zu Ende gehen würde.
Die Spieler dankten ihrem Coach, denn sie wussten, dass damit eine Ära im Schweizer Fussball definitiv zu Ende gehen würde.
Laurent Gillieron, Keystone
2011 wurde bei der FCZ-Legende Alters-Leukämie diagnostiziert. Kuhn (im Bild Ende Januar 2011 anlässlich des Ice Snow Football Turniers in Arosa) machte später eine stationäre Chemo-Therapie. Danach erklärte er, dass er sich gut fühle.
2011 wurde bei der FCZ-Legende Alters-Leukämie diagnostiziert. Kuhn (im Bild Ende Januar 2011 anlässlich des Ice Snow Football Turniers in Arosa) machte später eine stationäre Chemo-Therapie. Danach erklärte er, dass er sich gut fühle.
Arno Balzarini, Keystone
Im September 2014 muss Kuhn den Tod seiner Frau Alice verkraften. Im Bild: Köbi Kuhn mit Gattin Alice während eines Interviews anlässlich des Sepp-Blatter-Turniers in Ulrichen VS. (30. August 2009)
Im September 2014 muss Kuhn den Tod seiner Frau Alice verkraften. Im Bild: Köbi Kuhn mit Gattin Alice während eines Interviews anlässlich des Sepp-Blatter-Turniers in Ulrichen VS. (30. August 2009)
Valerie Pinauda, Keystone
2017 hat Köbi Kuhn seine 61-jährige Partnerin Jadwiga Cervoni geheiratet.
2017 hat Köbi Kuhn seine 61-jährige Partnerin Jadwiga Cervoni geheiratet.
Georgios Kefalas, Keystone
2018 musste Kuhn den Tod seiner Tochter Viviane verkraften. Sie starb mit nur 46 Jahren.
2018 musste Kuhn den Tod seiner Tochter Viviane verkraften. Sie starb mit nur 46 Jahren.
Valeriano Di Domenico, Keystone
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Der Nationaltrainer an einem Grümpi?

Juni 2001, Zürich

Köbi Kuhn ist zu Fuss gekommen. Er hat nicht weit gehabt, nur ein paar Meter sind es von seiner Wohnung am Döltschiweg hoch zum alten Atlantis-Hotel. Keine drei Wochen ist es an diesem Tag her, dass er als Nationaltrainer vorgestellt wird. «Der Richtige», hat die «SonntagsZeitung» dazu geschrieben, die Buchstaben sind so gross und fett wie bei einer Boulevardzeitung.

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