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Bei sieben Schweizern geht die Angst um

Der Abstiegskampf in der Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Wer kann sich aus dem Strudel befreien – und wer muss in die 2. Liga?

Im Abstiegsstrudel - und in der Kritik: Johan Djourou vom Hamburger SV.
Im Abstiegsstrudel - und in der Kritik: Johan Djourou vom Hamburger SV.
Keystone

So eng wie in diesem Jahr ging es im deutschen Fussball-Oberhaus selten zu. Sieben Runden vor dem Ende der Saison steckt noch die halbe Liga im Abstiegskampf. Besonders angespannt ist die Lage bei den Equipen auf den Rängen 13 bis 17: Wolfsburg, Hamburg, Mainz, Augsburg und Ingolstadt. Sie liegen innerhalb von nur fünf Zählern und sind unmittelbar bedroht, den abgeschlagenen Tabellenletzten Darmstadt in die 2. Liga zu begleiten.

Der sportliche Überlebenskampf betrifft auch ein Schweizer Septett: Florent Hadergjonaj (Ingolstadt/17./25 Punkte), Marwin Hitz (Augsburg/16./29), Fabian Frei und Trainer Martin Schmidt (Mainz/15./29), Johan Djourou (HSV/14./30), Diego Benaglio und Ricardo Rodriguez (Wolfsburg/13./30).

Der Vorletzte darf wieder hoffen

Hadergjonaj scheint mit Ingolstadt die schlechtesten Karten zu haben. Doch dieser Eindruck könnte täuschen. Die Oberbayern gewannen zuletzt zweimal in Folge – gegen die direkten Konkurrenten Mainz und Augsburg. Sie sind – anders als ihre Rivalen – im Stimmungshoch, hatte es vor kurzer Zeit doch noch viel schlechter für sie ausgesehen. Am Wochenende geht es zu Hause gegen Darmstadt, drei Zähler sind budgetiert. Weitere Partien: Wolfsburg (a), Bremen (h), Leipzig (a), Leverkusen (h), Freiburg (a), Schalke (h).

Schockstarre in Augsburg

Augsburg, das Team von Nationalgoalie Hitz, befindet sich nach dem 2:3 gegen Ingolstadt und dem Sturz auf den Relegationsrang 16 in einer Art Schockstarre. «Es füht sich brutal an. Warum wir so spielen, ist schwer zu erklären», sagte Verteidiger Martin Hinteregger. Den letzten Sieg gab am 25. Februar gegen Darmstadt, die nächste Aufgabe ist das Auswärtsspiel gegen Hertha BSC. Weitere Partien: Köln (h), Frankfurt (a), Hamburg (h), Gladbach (a), Dortmund (h), Hoffenheim (a).

Mainz droht die fünfte Pleite in Serie

Nach vier Niederlagen in Serie – darunter auch ein 1:2 gegen Schlusslicht Darmstadt – hat Mainz sein Polster gegen unten aufgezehrt. Immerhin war die Leistung zuletzt gegen den Tabellenzweiten Leipzig (2:3) eigentlich gut, defensive Unkonzentriertheiten und Mängel bei der Chancenverwertung müssen die Mainzer aber abstellen. Am Wochenende treten Frei und Trainer Schmidt in Freiburg an – ohne die gesperrten Stammspieler Gbamin und Jairo. Weitere Partien: Hertha BSC (h), Bayern (a), Gladbach (h), Hamburg (a), Frankfurt (h), Köln (a).

Djourou im Kreuzfeuer der Hamburger Kritik

Hamburg musste unter der Woche mit dem 0:3 in Dortmund nach zuvor zehn Punkten aus vier Spielen einen – absehbaren – Rückschlag hinnehmen. Dem kommenden Heimspiel gegen Hoffenheim kommt nun wegweisende Bedeutung zu. Die Posse um Nationalverteidiger Djourou trübt die Stimmung. Der Romand musste für das BVB-Spiel zum weiderholten Mal kurzfristig passen, weshalb ihm Kritiker Lustlosigkeit vorwerfen. «Johan hatte mir mitgeteilt, dass er Schmerzen hat. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das war eigentlich nicht absehbar», erklärte Trainer Markus Gisdol. Djourou wehrt sich: «Ich habe immer alles für den HSV gegeben und mich mit dem Club den schwersten Situationen gestellt. Ich bin selbst mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber mehrfach aufgelaufen.» Fraglich ist zudem der Einsatz des angeschlagenen Keepers Adler. Weitere Partien: Bremen (a), Darmstadt (h), Augsburg (a), Mainz (h), Schalke (a), Wolfsburg (h).

Wolfsburgs trügerische Sicherheit

Die Wolfsburger hätte vor der Saison kaum jemand in dieser misslichen Lage erwartet. Auch sie selbst natürlich nicht. Und genau darin liegt die Gefahr für Benaglio, Rodriguez und Co. Das schwere Restprogramm beginnt mit einem Auswärtsspiel auf Schalke. Benaglio und Rodriguez sind verletzt. Wenn Gomez nicht trifft, läuft vorne wenig. Vor dem jüngsten 0:1 gegen Freiburg holte Wolfsburg immerhin zwei Siege und zwei Remis. Weitere Partien: Ingolstadt (h), Hertha BSC (a), Bayern (h), Frankfurt (a), Gladbach (h), Hamburg (a).

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