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Birgit Prinz dachte an Rücktritt

Weltmeisterin Birgit Prinz hat an der WM ihren Stammplatz verloren. Erstmals meldete sich die Stürmerin jetzt zu Wort.

Birgit Prinz kommt zur Pressekonferenz.
Birgit Prinz kommt zur Pressekonferenz.
Keystone
Sie stellt sich den Journalisten.
Sie stellt sich den Journalisten.
Keystone
Doch trotz ihrer Probleme hat sie den Humor nicht verloren.
Doch trotz ihrer Probleme hat sie den Humor nicht verloren.
Keystone
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«Ich habe es nicht geschafft, mit dem Druck entsprechend umzugehen», gab die Rekordinternationale an einer Pressekonferenz des Deutschen Fussball-Bundes in Wolfsburg unumwunden zu. Es habe auch ein bisschen etwas von einer Hetzjagd gegeben, kommentierte die 33-Jährige die mediale Kritik an ihren sportlichen Leistungen im Spiel gegen Kanada und Nigeria. Als Birgit Prinz im Spiel gegen Nigeria ausgewechselt wurde, gab sich die bisher unbestrittene Spielführerin wenig einsichtig. Sie stapfte wütend vom Rasen und würdigte Bundestrainerin Silvia Neid keines Blickes. Im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich wurde der Superstar der Deutschen dann zur Ersatzfrau degradiert.

An der Pressekonferenz gab Prinz zu, dass sie es selbst vorgeschlagen hatte, gegen Frankreich nicht aufzulaufen. «Ich hatte das Gefühl, dass ich der Mannschaft nicht helfen kann», so Prinz. Darüber sei sie sich mit Silvia Neid einig gewesen. Es sei keine leichte Entscheidung gewesen. Nach der heftigen Kritik an ihrer Leistung dachte Prinz sogar an einen Rücktritt. «In den ersten Emotionen habe ich gedacht: ‹Was soll das? Warum tue ich mir das überhaupt noch an?›» Dieses Gefühl sei aber nur am Anfang dagewesen.

Prinz pocht nicht mehr auf einen Stammplatz

Die zweifache Weltmeisterin und dreifache Weltfussballerin des Jahres betonte, dass sie sich inzwischen wieder «ganz gut sortiert habe». Die einsichtige Prinz pocht inzwischen auch nicht mehr auf einen Stammplatz oder gar eine schnelle Rückkehr in die Startelf. Am Samstag spielt Deutschland im Viertelfinale gegen Japan. «Ich gehe nicht davon aus, dass ich von Anfang an spielen werde.» Sie hoffe auf ein versöhnliches Ende bei ihrem letzten grossen internationalen Auftritt. «Ich wünsche mir natürlich, noch mal zu spielen. Aber ich habe mich mit der Situation arrangiert. Glücklich wäre ich nicht, wenn ich nicht spielen würde.»

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