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«Blatter arbeitet daran, sein System zu erhalten»

Der Sportphilosoph Gunter Gebauer sagt, dass sich die Fifa nur auf staatlichen Druck verändert – und die Schweiz dem im Weg steht.

«Es ist bedenklich, dass die Schweiz der Fifa so viel Schutz gewährt»: Gunter Gebauer. (Archivbild) Foto: AP
«Es ist bedenklich, dass die Schweiz der Fifa so viel Schutz gewährt»: Gunter Gebauer. (Archivbild) Foto: AP

Sepp Blatter tritt als Fifa-Präsident ab, hat aber angekündigt, vorher noch grosse Reformen einzuleiten. Glauben Sie daran?

Das ist sehr unwahrscheinlich. Er hätte diese saubere Fifa seit Jahren schaffen können. Aber er hat viel dafür getan, saubere Geschäftspraktiken in der Fifa zu verhindern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit 79 einen grundsätzlichen Habituswandel erleben kann. Ich glaube eher, dass er versucht, Leute in Position zu bringen, die ihn weit­gehend verschonen und ihn gut aus der Affäre herauskommen lassen. Eine ­Umstrukturierung der Fifa wäre ja eine Revolution.

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