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«Blatter hat schon vieles versprochen und nicht eingehalten»

Fifa-Präsident Sepp Blatter inszeniert sich als grosser Reformer und Kämpfer gegen Korruption. Fifa-Kenner wie der Journalist Jean-François Tanda zweifeln daran, ob es Blatter mit seiner Ethik-Offensive ernst meint.

«Die neue Ethik-Kommission wird sicherlich gut sein für die Zukunft. Ob sie auch die Vergangenheit gründlich untersuchen kann, bleibt offen»: Jean-François Tanda, Journalist der «Handelszeitung» und Kenner der Fifa. (Video: Jan Derrer)

«Es ist ein historischer Tag für den Reformprozess der Fifa», frohlockte Fifa-Präsident Sepp Blatter nach dem Entscheid des Exekutivkomitees, eine Ethik-Kommission mit Ermittler und Richter zu bilden. Damit sei der Weg frei für den Kampf gegen die Korruption und für mehr Transparenz in der Fifa. Laut Blatter hat die Ethik-Kommission alle Kompetenzen, die Vergangenheit auszuleuchten. So könne sie den rechtlich abgeschlossenen ISL-Skandal, bei dem Schmiergelder in Millionenhöhe an Funktionäre flossen, nach ethischen und moralischen Gesichtspunkten untersuchen.

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