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Bundesanwaltschaft stellt am Fifa-Sitz weitere Daten sicher

Ermittler erhalten laut einem Bericht zusätzliche Informationen zu den WM-Vergaben nach Katar und Russland sowie zur Millionenzahlung an Jack Warner.

Wieder zugeschlagen: Bereits vor zwei Wochen beschlagnahmte die Bundesanwaltschaft am Fifa-Hauptsitz in Zürich Dokumente (27. Mai 2015).
Wieder zugeschlagen: Bereits vor zwei Wochen beschlagnahmte die Bundesanwaltschaft am Fifa-Hauptsitz in Zürich Dokumente (27. Mai 2015).
Ennio Leanza, Keystone

Beamte der Bundesanwaltschaft haben am Mittwoch Vormittag gegen 11 Uhr erneut Dokumente am Fifa-Hauptsitz in Zürich sichergestellt. Das berichtet «Spiegel Online». Ermittler hätten dabei laut Informationen des Nachrichtenportals das Büro von Fifa-Präsident Sepp Blatter, Generalsekretär Jérôme Valcke und Finanzchef Markus Kattner aufgesucht und gezielt Unterlagen verlangt. Die Fifa habe kooperiert.

Bei den gesicherten Daten soll es sich um Evaluierungsberichte handeln, die eine Kommission der Fifa vor Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 über die Bewerberländer erstellt hatte, schreibt «Spiegel Online». In diesem Zusammenhang führt die Bundesanwaltschaft ein Verfahren gegen unbekannt wegen «untreuer Geschäftsbesorgung».

Unterlagen zu Bestechungsgelder

Weiter soll die Bundesanwaltschaft Unterlagen im Zusammenhang mit Zahlungen der Fifa über 10 Millionen Dollar mitgenommen haben. Nach Erkenntnissen der US-Justizbehörden sei das Geld auf Konten geflossen, die der ehemalige Fifa-Vizepräsident Jack Warner kontrollierte. Mehrere Mitglieder des Exekutivkomitees seien mit dem Geld bestochen worden, um die Weltmeisterschaft 2010 nach Südafrika zu vergeben.

Die Bundesanwaltschaft bestätigt gegenüber Redaktion Tamedia, dass die Fifa «im Rahmen des hängigen Strafverfahrens der Bundesanwaltschaft am Mittwoch die gesicherten IT-Daten herausgegeben hat». Dies im Nachgang zur bereits am 27. Mai durchgeführten Sicherung von Dokumenten. Die Bundesanwaltschaft führe nach wie vor ein Strafverfahren gegen unbekannt, schreibt Informationschef André Marty.

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