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«The Special One» ist nicht mehr bei Chelsea

Die Tage von José Mourinho bei Chelsea sind vorbei. Die Londoner trennen sich per sofort vom portugiesischen Trainer.

Erfolglose Hinrunde in der Premier League: Manager José Mourinho ist von Chelsea gefeuert worden.
Erfolglose Hinrunde in der Premier League: Manager José Mourinho ist von Chelsea gefeuert worden.
Andy Rain, Keystone
Der Portugiese steht mit seinem Team in der Tabelle nur auf Rang 16. Das ist für die erfolgsverwöhnten Londoner zu wenig. (14. Dezember 2015)
Der Portugiese steht mit seinem Team in der Tabelle nur auf Rang 16. Das ist für die erfolgsverwöhnten Londoner zu wenig. (14. Dezember 2015)
Rui Vieira, Keystone
Der Nachfolger von Mourinho soll mit dem Holländer Guus Hiddink bereits feststehen. Aber auch Pep Guardiola wird als möglicher Coach der Londoner genannt.
Der Nachfolger von Mourinho soll mit dem Holländer Guus Hiddink bereits feststehen. Aber auch Pep Guardiola wird als möglicher Coach der Londoner genannt.
Filip Singer, Keystone
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Was nach der enttäuschenden Saison in der Premier League keine grosse Überraschung mehr ist, ist nun vollzogen: Chelsea trennt sich nur sieben Monate nach dem Meistertitel von Manager José Mourinho. Erst Anfang August hatte Mourinho seinen seit Vertrag vorzeitig um vier Jahre verlängert. Er sollte dafür eine wöchentliche Lohnsumme von 250'000 Pfund verdienen.

Etwas mehr vier Monate später steht fest, dass das wertvolle Papier nun womöglich die Juristen beschäftigen wird. Gemäss Angaben der BBC soll sich die Abfindung für Chelseas letzten Meistercoach nicht in der spekulierten Grössenordnung von 40 Millionen Pfund bewegen. Mourinho soll «nur» 12 Millionen Pfund erhalten, was einem Jahreslohn entspräche.

Absturz in der Meisterschaft

Chelsea kam nach dem Titelgewinn in der letzten Saison der Premier League überhaupt nicht in die Gänge. Neun der 16 Spiele gingen verloren, es resultierten nur gerade vier Siege. Chelseas Leistungen sind völlig inkonstant, vor allem in Heimspielen. Vor dieser Saison hatten die Blues unter Mourinho nur 5 von 249 Partien in der Stamford Bridge verloren, seit der Sommerpause sind es 4 von 8.

Vor der intensiven Phase um die Weihnachtszeit beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge nur gerade ein Punkt. Zuletzt setzte es am Montag eine 1:2-Niederlage beim überraschenden Leader Leicester City ab, davor hatte Chelsea daheim gegen Aufsteiger Bournemouth 0:1 verloren. In der Champions League dagegen schafften die Londoner die Achtelfinal-Qualifikation und trifft nun auf Paris Saint-Germain.

Wer wird Nachfolger?

Mourinho war 2013 nach London zurückgekehrt. In der letzten Saison hatte der streitbare Portugiese den Verein zum fünften Meistertitel und zum Gewinn des Ligacups geführt. Mourinho (52) gilt als erfolgreichster Trainer der Vereinsgeschichte, primär wegen seiner Erfolge während der ersten Tätigkeit. Unter «The Special One», wie er sich bei der ersten Pressekonferenz beim ersten Engagement selber bezeichnet hatte, wurde Chelsea zwischen 2004 und 2007 zweimal Meister (erstmals nach 50 Jahren wieder), einmal FA-Cup- und zweimal Ligacup-Sieger.

Die Schuld für die schwache erste Saisonhälfte auf der Insel suchte der oft arrogant wirkende Mourinho primär bei seinen Spielern. «Ich wurde um meine Arbeit betrogen», schimpfte er. «Aktuell dürfen sie sich nicht wie Superstars fühlen.» Jetzt ist der Star-Trainer nicht mehr der Boss der Profis.

Der «Daily Telegraph» berichtet, dass mit Guus Hiddink der Nachfolger bereits feststeht. Der Holländer soll die Blues bis zum Saisonende übernehmen. Aber auch Pep Guardiola, Juande Ramos oder Brendan Rodgers werden in den britischen Medien als mögliche Coaches genannt.

si/fal

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