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Courtois? Navas? Oder gar Zidane?

Bei Real Madrid beschäftigt eine Frage die Gemüter: Wer ist die künftige Nummer 1 im Tor?

Der 26-jährige Belgier kam als Nummer 1 nach Madrid, wurde aber zwischenzeitlich verdrängt. Er hat einen Vertrag bis 2024.
Der 26-jährige Belgier kam als Nummer 1 nach Madrid, wurde aber zwischenzeitlich verdrängt. Er hat einen Vertrag bis 2024.
Rodrigo Jimenez, Keystone
Mit dem 32-jährigen Costa Ricaner gewann Real zuletzt dreimal in Folge die Champions League. Möglich, dass er Madrid verlassen muss, obwohl er einen Vertrag bis 2020 hat.
Mit dem 32-jährigen Costa Ricaner gewann Real zuletzt dreimal in Folge die Champions League. Möglich, dass er Madrid verlassen muss, obwohl er einen Vertrag bis 2020 hat.
Ballesteros, Keystone
Der Sohn des Trainers ist erst 20-jährig und wohl die designierte Nummer 2. Ein paar Mal durfte er schon im Fanionteam spielen.
Der Sohn des Trainers ist erst 20-jährig und wohl die designierte Nummer 2. Ein paar Mal durfte er schon im Fanionteam spielen.
Javier Soriano, AFP
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Im Team von Real Madrid gibt es derzeit einige Baustellen. Viele prominente Spieler wie Toni Kroos, Luka Modric, Marcelo, Casemiro oder Gareth Bale sind meilenweit von ihrer Bestform entfernt. Dies war auch bei der 1:2-Niederlage in Valencia, der ersten seit der Rückkehr von Zinédine Zidane als Trainer, nicht zu übersehen.

Seit neuestem sorgt eine andere Frage für Spannung: Wer ist Goalie Nummer 1? Gegen Valencia hütete der dreifache Champions-League-Gewinner Keylor Navas das Tor. In der Vorwoche gegen Huesca stand Zidanes Sohn Luca zwischen den Pfosten. Die nominelle Nummer 1, Thibaut Courtois, ist derzeit wegen einer Sehnenentzündung im rechten Oberschenkel nicht einsatzfähig.

Die Situation ist in der Tat verzwickt. Unter Trainer Julen Lopetegui, mit dem Real in die Saison startete, war Courtois die erste Wahl. So war es auch noch, als Lopetegui durch Santiago Solari ersetzt wurde. Erst unter Zidane rückte Navas wieder zur Nummer 1 auf – zumindest vorübergehend.

Navas, der 2014 mit Costa Rica eine grossartige WM gezeigt hatte, war trotz der grossen Erfolge nie unumstritten in Madrid. Der Belgier Courtois kam zwar mit der Auszeichnung als bester Torhüter der WM 2018, doch der Übergoalie war er bei Real nie. Kommt der talentierte Luca Zidane dazu, der für zusätzlichen Zündstoff sorgen könnte – nicht zuletzt, weil er der Sohn des Trainers ist.

Keine Goalie-Debatte

«Es wird nächste Saison keine Debatte über die Torhüter geben», liess sich Zinedine Zidane unlängst zitieren. «Im Moment habe ich drei gute im Kader. Was nächste Saison ist, werden wir sehen. Für die Zukunft wird es ziemlich klar sein.»

Mit dieser Aussage lässt Zidane einiges offen. Er habe der Clubführung mitgeteilt, was er wolle. Womöglich spekuliert Zidane mit dem einen oder anderen Abgang. Muss Navas gehen? Wird Courtois, der erst auf diese Saison hin nach Madrid wechselte, die Freigabe für einen Clubwechsel erteilt? «Ende Saison werden die Entscheidungen öffentlich gemacht», sagt der Real-Trainer.

Navas realistisch

Für Courtois dürfte es einige interessierte Clubs geben, beispielsweise Paris Saint-Germain. Der Vertrag des 26-jährigen Belgiers läuft bis 2024.

Auch Navas scheint sich seine Gedanken gemacht zu haben. Der spanischen Zeitung «Marca» sagte er: «Wenn der Trainer sagt, dass ich gehen muss, dann werde ich das tun. Allerdings habe ich einen Vertrag, und meine Gegenwart ist Madrid.» Es sei keine einfache Zeit, ergänzte der 32-jährige Torhüter, «doch wir müssen aus den Fehlern lernen».

Navas möchte in Madrid bleiben. Die Frage wird sein, ob er dies als Nummer 2 tun würde, sollte Courtois die Nummer 1 bleiben. So ist zu vermuten: Die Nummer 1 wird zwischen Courtois und Navas ausgemacht. Der «Verlierer» muss den Verein verlassen. Die Nummer 2 ist Luca Zidane.

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