Dann wird sie halt Fussballerin

Olympiasiegerin Caster Semenya wird in Zukunft in der südafrikanischen Frauenliga kicken.

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Nach turbulenten Wochen und Monaten rund um Mittelstreckenläuferin Caster Semenya gibt es nun überraschende Neuigkeiten: Die Südafrikanerin wird in Zukunft nicht mehr nur die Nagelschuhe schnüren, sondern auch die Fussballschuhe. Am Freitag gab die 28-Jährige bekannt, dass sie ab 2020 für den JVW Football Club in der südafrikanischen semiprofessionellen Liga kicken wird. Ihre Karriere auf der Tartanbahn will Semenya aber trotzdem fortsetzen, wie sie auf den Sozialen Medien schrieb.

Semenya, die schon während ihrer Schulzeit als Kind jede freie Minute auf dem Fussballplatz verbrachte, sagte zu ihrer zukünftigen Karriere: «Ich bin dankbar für diese Möglichkeit und ich schätze die Liebe und die Unterstützung, die ich bereits jetzt von meinem Team erhalte. Ich freue mich auf diese neue Reise und ich hoffe, dass ich viel zum Erfolg des Clubs beitragen kann.»

«Sie hat alle Grundlagen»

Auch in ihrem künftigen Verein freuen sie sich bereits auf die zweifache Olympiasiegerin. Nationalmannschafts-Kapitänin Janine van Wyk sagte: «Ich fühle mich absolut geehrt, dass sie von allen anderen Frauenclubs der Welt unseren Verein ausgewählt hat. Ich habe sie bei ihrem ersten Training mit dem Team begrüsst und war beeindruckt. Sie hat definitiv alle Grundlagen.»

Die Zukunft Semenyas auf dem Fussballplatz scheint also schon mal gut gestartet zu sein. Wie es für sie als 800-Meter-Läuferin weitergeht, ist allerdings unklar. Nach einem Entscheid des Schweizer Bundesgerichts und dem Internationalen Leichtathletikverband IAAF müsste Semenya ihren Testosteronspiegel durch die Einnahme von Hormonen senken, damit sie auch in Zukunft auf den Distanzen zwischen 400 Metern und der Meile (1,61 Kilometer) starten dürfte. Bei der WM in Doha, die am 27. September beginnt, wird Semenya nicht teilnehmen. (tmü)

Erstellt: 08.09.2019, 11:03 Uhr

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