Das beste Spiel der Saison – von GC und von Pusic

Die Grasshoppers schlagen Tabellennachbarn Wil 3:0 und rücken bis auf einen Punkt an Leader Lausanne heran.

Freuen sich über das 3:0: Die GC-Spieler Pusic (links) und Morandi.

Freuen sich über das 3:0: Die GC-Spieler Pusic (links) und Morandi. Bild: Keystone

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Die Anzeichen waren da. Dafür, dass der Samstagabend aus GC-Sicht eher trist werden würde. Das Wetter zum Beispiel, das keine 3000 Zuschauer in den Letzigrund kommen liess. Der Gegner, der besser in Form war. Die Tatsache, dass der Stadionsprecher beim Verlesen der Aufstellung nach neun von elf Spielern aufhörte, nur die Vornamen zu rufen, weil die Kurve nicht mitmachte mit den Nachnamen. Es waren die Namen von Allan Arigoni und Petar Pusic, die der Sprecher also selbst verkündete.

Als hätte sie das angestachelt, starteten Pusic und Arigoni in das Spiel gegen Wil. In der ersten Minute mit einem Doppelpass, der zwar noch nicht zum Erfolg führte. Aber drei Minuten später mit dem 1:0, vorbereitet von Arigoni, dem Tessiner Aussenverteidiger, vollendet von Pusic, dem Schaffhauser Flügel. «Ja, wir verstehen uns besser und besser», befindet ein zufriedener Pusic. Er war der Matchwinner, «das frühe Tor gab mir Selbstvertrauen für das ganze Spiel», sagt der U-21-Nationalspieler. Es war sein zweiter Treffer seit dem Abstieg, zuletzt traf Pusic beim Saisonauftakt im Juli. Jetzt skandierte die Kurve seinen (Nach-)Namen.

Danach hielt GC das Tempo hoch, Danijel Subotic erzielte das 2:0 nach einer Flanke von Geburtstagskind Andreas Wittwer. Nach 30 Minuten stand es bereits 3:0, Giotto Morandi und Pusic überlisteten die Wiler Abwehr wieder mit einem Doppelpass, es war Morandis erster Treffer in der Challenge League. Und es war Pusics sechster Assist der Saison, damit ist er der Top-Vorbereiter der Liga. Und der 20-Jährige bekam Lust auf mehr. In der zweiten Halbzeit waren keine zwei Minuten gespielt, da tauchte er im Strafraum auf, zeigte eine elegante Drehung und wurde gerade noch am Schuss gehindert. Ja, das Tor in der Startphase, es habe ihm geholfen, erklärt Pusic, «bei einigen Aktionen frecher und befreiter zu spielen».

Keine Teilzeit-Leistung mehr

GC präsentierte sich besser als in den vorangegangenen Spielen, zum ersten Mal blieb das Team von Uli Forte frei von Fehlern und gab die Partie nach einer Führung nicht aus der Hand. Wer auf hohem Niveau kritisch sein will, der kann bemängeln, dass dem Heimteam das 4:0 nicht gelang. Neben Pusic kam auch Nikola Gjorgjev zu einer guten Chance, er scheiterte aus spitzem Winkel. Der Gegner aus der Ostschweiz blieb aber ungefährlich, schoss zweimal auf das Zürcher Tor und kam, so sagt es der ehemalige GC-Spieler Mergim Brahimi, nie ins Spiel. Trainer Ciriaco Sforza urteilt: «Wir müssen nicht um den heissen Brei reden, wir waren zu passiv, und GC hat verdient gewonnen.»

Das findet auch Forte. Endlich habe er eine gute Leistung über 90 Minuten gesehen, sagt er, «nicht nur eine Teilzeit-Leistung». Sein Team liegt dank dem Sieg nur noch einen Punkt hinter Leader Lausanne. Der nach einer Sperre zurückgekehrte Captain Vero Salatic spricht zwar von einer Momentaufnahme und Forte von einem Marathon, bei dem man erst bei Kilometer 10 sei. Aber auch der Trainer weiss: «Das war der beste Match der Saison, ich hoffe, dass wir daran anknüpfen können.»


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

Erstellt: 06.10.2019, 16:42 Uhr

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